Web Application Firewall

Thales bringt Imperva WAF nativ auf Amazon CloudFront

Thales bringt Imperva WAF nativ auf Amazon CloudFront

Mehr Schutz vor API-Angriffen und Bots: Thales startet Imperva für AWS

Mit Imperva für AWS erweitert Thales den Schutz von Webanwendungen und APIs direkt innerhalb der AWS-Infrastruktur. Die als SaaS bereitgestellte Web Application Firewall soll Angriffe, schädliche Bots und automatisierten Missbrauch abwehren, ohne den Datenverkehr aus dem AWS-Netzwerk herauszuleiten. Unternehmen erhalten damit eine zentral verwaltete Sicherheitslösung für AWS- und Multi-Cloud-Umgebungen.

Thales hat Imperva für AWS im AWS Marketplace verfügbar gemacht. Das Angebot kombiniert die Anwendungssicherheitsfunktionen von Imperva mit Amazon CloudFront, dem vollständig verwalteten Content-Delivery-Netzwerk von Amazon Web Services.

Die Lösung schützt Webanwendungen, Programmierschnittstellen und clientseitigen Code vor verbreiteten Cyberangriffen und bösartigen Bot-Aktivitäten. Bereitgestellt wird die Imperva Web Application Firewall direkt auf Amazon CloudFront.

Bots greifen verstärkt APIs an

Der Handlungsdruck wächst. Laut dem „Thales Bad Bot Report 2026 “ entfallen inzwischen 53 Prozent aller Internetanfragen auf automatisierten Datenverkehr. Rund 27 Prozent der erfassten Bot-Angriffe richten sich demnach unmittelbar gegen APIs.

Angreifer umgehen dabei zunehmend klassische Benutzeroberflächen und greifen Anwendungen automatisiert über deren Schnittstellen an. Solche Attacken lassen sich in hoher Geschwindigkeit und großem Umfang ausführen. Unternehmen benötigen deshalb Sicherheitsmechanismen, die Anwendungen und APIs kontinuierlich prüfen, ohne die Cloud-Infrastruktur zusätzlich zu verkomplizieren.

Datenverkehr bleibt im AWS-Netzwerk

Ein wesentlicher Unterschied zu herkömmlichen WAF-Angeboten für Content-Delivery-Netzwerke liegt nach Angaben von Thales in der nativen Bereitstellung. Während andere Lösungen den Datenverkehr teilweise über externe Infrastrukturen leiten, wird Imperva WAF unmittelbar auf Amazon CloudFront ausgeführt.

Der Datenverkehr verbleibt damit innerhalb des AWS-Netzwerks. Zusätzliche Weiterleitungen und die damit potenziell verbundenen Verzögerungen sollen entfallen. Die Abrechnung erfolgt nutzungsabhängig über den AWS Marketplace.

Imperva für AWS nutzt die mehr als 750 Points of Presence von Amazon CloudFront. Dadurch soll die Sicherheitskontrolle möglichst nah an den Nutzern und Anwendungen erfolgen und auch bei steigender Auslastung skalierbar bleiben.

Zentrale Verwaltung für AWS und Multi-Cloud

Neben dem Schutz einzelner Anwendungen adressiert Thales mit der Lösung auch die zunehmende operative Komplexität verteilter Cloud-Umgebungen. Sicherheitsverantwortliche können Transparenz, Richtlinien und Schutzmaßnahmen zentral verwalten.

Zu den zentralen Funktionen gehören:

  • Schutz von Webanwendungen, APIs und clientseitigem Code
  • Abwehr schädlicher und automatisierter Bot-Aktivitäten
  • native Bereitstellung über Amazon CloudFront
  • zentrale Transparenz und Richtlinienverwaltung
  • Unterstützung von AWS- und Multi-Cloud-Umgebungen
  • nutzungsabhängige Abrechnung über den AWS Marketplace
  • skalierbare Anwendungssicherheit ohne zusätzliche Infrastruktur
Tim Chang, Global Vice President und General Manager Application Security bei Thales
Tim Chang, Global Vice President und General Manager Application Security bei Thales

„Imperva für AWS macht es Unternehmen leicht, ihre Anwendungen und APIs mit sofort einsatzbereiter Sicherheit auf Unternehmensniveau zu schützen“, erklärt Tim Chang, Vice President Application Security bei Thales .

Durch die native Bereitstellung auf den weltweit verteilten CloudFront-Standorten bleibe der Datenverkehr innerhalb des AWS-Netzwerks.

Dadurch lasse sich Schutz in großem Maßstab ohne zusätzliche Latenz bereitstellen.

Schutz für regulierte und KI-gestützte Anwendungen

Thales richtet das Angebot insbesondere an Unternehmen, die moderne Anwendungen unter hohen regulatorischen und betrieblichen Anforderungen betreiben. Die zentralisierte Verwaltung soll es ermöglichen, Sicherheitsrichtlinien konsistent über verschiedene Anwendungen, Schnittstellen und Cloud-Umgebungen hinweg durchzusetzen.

Das betrifft zunehmend auch KI-Systeme und agentenbasierte Anwendungen. Diese greifen häufig automatisiert auf APIs, Datenquellen und externe Dienste zu. Mit der wachsenden Zahl maschineller Zugriffe steigt zugleich der Bedarf, legitime Automatisierung von schädlichem Bot-Verkehr und missbräuchlichen API-Anfragen zu unterscheiden.

Imperva für AWS soll Unternehmen dabei unterstützen, Anwendungen, APIs und KI-Workloads abzusichern, ohne die Agilität ihrer Cloud-Entwicklung einzuschränken. Die Lösung ist ab sofort über den AWS Marketplace verfügbar.