KRITIS

Safe Security kommentiert die Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen

Safe Security kommentiert die Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen

Von Saket Modi, Co-founder & CEO Safe Security

Die Welle von Cyberangriffen hat nun auch Deutschland erreicht. Direkt betroffen: Die Mineralölwirtschaft. An 233 Tankstellen lief erstmal gar nichts mehr. Das angegriffene Dispositionssystem verteilt jährlich etwa 1,6 Millionen Tonnen Heizöl sowie 2,1 Millionen Tonnen Kraftstoff. Saket Modi, Co-founder & CEO Safe Security in einem Kommentar zu den aktuellen Cyberangriffen:

Saket Modi, Co-founder & CEO Safe Security

„Cyberangriffe auf die kritische Infrastruktur von Unternehmen, Institutionen und Organisationen nehmen ständig zu. Das aktuelle Beispiel ist nur eine von mehreren schwerwiegenden Attacken. Nehmen wir zum Beispiel nur den Hackerangriff auf die Pipeline Colonial im Mai 2021, oder im Juli letzten Jahres den Ransomware-Angriff auf das brasilianische Unternehmen JBS, den weltgrößten Fleischkonzern.

Die Hackerangriffe haben heute direkte Auswirkungen auf Unternehmen und sogar ganze Staaten. Woran das liegt? Ganz einfach: Die Betriebstechnologie des Stromnetzes, des Gesundheitssystems, des Transportwesens und anderer kritischer Branchen und Bereiche sind heute alle mit dem Internet verbunden und bieten damit starke externe Angriffsflächen für Cyberattacken.

Zwar investieren Unternehmen und Institutionen konstant in die Cybersicherheit und nehmen für die Sicherheitsinitiativen auch mehr Geld in die Hand. Dennoch sind ihre Bemühungen in der Regel unzureichend und bringen leider nur gefühlte Sicherheit. Zu häufig fehlt es an Bewusstsein für die wirklichen Gefahren und Risiken. Die wahren „Pain Points“ sind nicht bekannt oder werden zu wenig beachtet. Nicht der richtige Schutz vor Cyberkriminalität ist teuer, sondern die Folgen eines Angriffs und Kosten eines Cyber-Versicherungsschutzes.

Da allerdings cyberkriminelle APT-Gruppen (Advanced Persistent Threat) stetig wachsen und kritische Infrastrukturen attackieren, sollten Unternehmen verstärkt auf einen vorausschauenden Risikomanagement-Ansatz setzen. Cyberschutz sollte angesichts der aktuellen Bedrohungen einen objektiven, einheitlichen Echtzeit-Überblick über all die Risiken generieren, die von Menschen, Prozessen, Technologien und vor allem von Dritten ausgehen. Nur das kann langfristig die Auswirkungen solcher Angriffe auf die Infrastruktur minimieren oder gar unterbinden.

Über den Autor:

Saket Modi ist Mitbegründer und CEO von Safe Security, einer Plattform für Cybersicherheit und die Quantifizierung von digitalen Geschäftsrisiken. Der studierte Informatik-Ingenieur gründete Safe Security im Jahr 2012, als er sich in seinem letzten Jahr des Ingenieurstudiums befand. Safe Security wurde am IIT Bombay gegründet und wird vom ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und CEO von Cisco, John Chambers, unterstützt. Das Unternehmen schützt die digitale Infrastruktur mehrerer Fortune-500-Unternehmen auf der ganzen Welt mit seiner Plattform zur Messung und Minderung von Cyberrisiken namens SAFE. Saket ist unter anderem in den Listen der 40-unter-40 des Fortune Magazine, der 35-unter-35 des Entrepreneur Magazine und der 30-unter-30 des Forbes Magazine vertreten.