Internetausfälle
Cloudflares veröffentlicht Bericht über Internetausfälle in Q3/2025
Cloudflare hat seinen Bericht zu Internetausfällen im 3. Quartal 2025 veröffentlicht. Darin analysiert das Unternehmen die Ursachen und Folgen zahlreicher Störungen – von Naturkatastrophen über technische Zwischenfälle bis hin zu staatlich veranlassten Abschaltungen.
Mit einem Netzwerk, das mehr als 330 Städte in über 125 Ländern umfasst, hat Cloudflare einen einzigartigen Einblick in die Funktionsweise des Internets auf globaler Ebene.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem dritten Quartal:
In mehreren Ländern dauern staatlich angeordnete Abschaltungen an
Im Irak, Sudan und in Syrien kam es im Zuge von Prüfungen zu internetbezogenen Ausfällen. In Venezuela stellte ein Anbieter nach dem Entzug seiner landesweiten Betriebsgenehmigung den Dienst ein, was im August zu einem Verlust der Internetverbindung führte.
Beschädigungen an Glasfaserkabeln, sowohl unter Wasser als auch an Land, waren eine der Hauptursachen für Störungen
Länder wie die Dominikanische Republik, Angola, Haiti, Pakistan und die Vereinigten Arabischen Emirate waren von Kabelbrüchen betroffen. In der Region Dallas, Texas, führte ein beschädigtes Kabel zu einem vorübergehenden Verlust der Internetverbindung.
Auswirkungen von Naturkatastrophen
Ein Brand in Ägypten führte zu erheblichen Infrastrukturschäden und Ausfällen bei mehreren Telekommunikationsanbietern. Auch ein Erdbeben der Stärke 8,8 in Russland beeinträchtigte den Internetverkehr in zahlreichen regionalen Netzwerken.
Technische Probleme bei Starlink führten zu einem Netzwerkausfall
Der globale Satelliten-Internetdienstanbieter Starlink bestätigte am 24. Juli in einem Beitrag auf X einen Netzwerkausfall und gab an, dass dieser auf einen Ausfall zentraler interner Softwaredienste im Kernnetz zurückging.
Gezielter Cyberangriff im Jemen
Ein Cyberangriff auf das von den Houthis kontrollierte YemenNet am 11. August führte zu einer kurzzeitigen Unterbrechung der Konnektivität im gesamten Netzwerk im Jemen, was zu einem erheblichen Rückgang des Datenverkehrs führte, der mit dem Zeitpunkt und der Dauer des Angriffs korrespondierte.
Fazit
Cloudflare beobachtete im vergangenen Quartal erneut ein breites Spektrum von Internetunterbrechungen, die von staatlichen Eingriffen über physische und technische Störungen bis hin zu Naturkatastrophen reichen. Mit den neuen regionalen Traffic-Insights in Cloudflare Radar lassen sich Auswirkungen solcher Ereignisse detailliert auf Netzwerk-, DNS- und Bandbreitenebene analysieren. Die zugrunde liegenden Daten stehen über die Cloudflare Radar API und den Radar MCP Server zur weiteren Analyse zur Verfügung.