Kinder-Spiele-Apps

Check Point entdeckt Malware in Kinderspiele-Apps im Google Play Store

Check Point entdeckt Malware in Kinderspiele-Apps im Google Play Store

Vorsicht vor Malware Tekya-Clicker

Die Security-Forscher von Check Point Research, der Threat Intelligence-Abteilung von Check Point® Software Technologies Ltd. (NASDAQ: CHKP), einem weltweit führenden Anbieter von Cyber Security-Lösungen, sind einer neuen Malware-Kampagne auf die Schliche gekommen.

Unter dem Decknamen “Tekya-Clicker“ hat sich eine neue Malware-Familie in 56 Apps aus dem Google Play Store eingenistet. 24 davon sind Kinderspiele, von Puzzles über Autorennen. Bei den restlichen Apps handelt es sich um Helfer, wie Taschenrechner, Koch-Anwendungen oder Übersetzer. Tekya ist ein automatischer Klicker, der Bewegungen des Nutzers imitiert, um auf Werbe-Banner zu drücken – hauptsächlich infizierte. Weltweit wurde das Schadprogramm über eine Million Mal heruntergeladen. Die Banner und Werbungen stammen von bekannten Werbe-Agenturen, wie Google AdMob, AppLovin’, Facebook und Unity.

Gefährlich ist vor allem, dass Google Protection, das den Play Store schützt, die Malware nicht erkannt hat, denn: Tekya konnte sich unbemerkt in nativen Code einschmuggeln, der nur auf Android-Prozessoren ausgeführt wird. So war es ein leichtes, Googles Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen.

Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies

„Für uns ist die Menge der infizierten Anwendungen und die schiere Anzahl der Downloads, die über den Google Play Store erfolgten, schwindelerregend“, sagt Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies: „Zudem war die Infektionsmethode relativ einfach. Insgesamt ist es schwierig, zu überprüfen, ob jede einzelne Anwendung im Google Play Store sicher ist. Darum sollten sich die Nutzer nicht allein auf die Maßnahmen des App-Stores verlassen, um den Schutz ihrer Geräte zu gewährleisten.“

Check Point benachrichtigte nach der Entdeckung sofort Google und der Software-Riese schaffte es, die Bedrohung Anfang März zu bannen, weil alle infizierten Apps aus dem Play Store entfernt wurden. Dieser Vorfall macht aber einmal mehr deutlich, dass es nicht ausreicht, auf die Abschirmung der App-Anbieter alleine zu vertrauen. Jeder Nutzer sollte zu den Schutzmaßnahmen eines professionellen Sicherheitsanbieters greifen, um nicht das Opfer einer Malware-Kampagne zu werden.

Alle Information über die Malware-Kampagne des Tekya Clickers lesen Sie im Check-Point-Research-Blog .