Forrester Wave

Boomi als Leader bei adaptiver Prozessorchestrierung ausgezeichnet

Boomi als Leader bei adaptiver Prozessorchestrierung ausgezeichnet

Forrester Wave 2026 zeichnet Boomi als Leader aus

KI-Agenten verändern die Prozessautomatisierung grundlegend: Statt statischer Workflows entstehen zunehmend dynamische Abläufe, die Daten, APIs, Anwendungen und unterschiedliche KI-Modelle miteinander verbinden. Damit wird die Fähigkeit entscheidend, solche Prozesse flexibel zu orchestrieren und gleichzeitig Kontrolle, Governance und Transparenz sicherzustellen. In der aktuellen Forrester Wave zur adaptiven Prozessorchestrierung positioniert sich Boomi nach eigenen Angaben als einer der führenden Anbieter.

Boomi wurde in „The Forrester Wave™: Adaptive Process Orchestration Software, Q3 2026 “ als „Leader“ eingestuft. Insgesamt untersuchte Forrester 13 Anbieter. Boomi erzielte dabei nach Angaben des Unternehmens die höchste Punktzahl in der Kategorie „Strategie“ und erhielt in sechs Einzelkriterien die höchstmögliche Bewertung.

Agentenbasierte Prozesse werden zum neuen Orchestrierungsproblem

Mit der zunehmenden Verbreitung agentenbasierter KI verschiebt sich der Schwerpunkt klassischer Prozessautomatisierung. Unternehmen müssen nicht mehr nur Anwendungen und Datenquellen miteinander verbinden, sondern zunehmend auch autonome KI-Agenten, Large Language Models und unterschiedliche Plattformen koordinieren.

Boomi setzt dabei auf eine herstellerneutrale Steuerungsebene. Sie soll Unternehmen ermöglichen, KI-Agenten und automatisierte Prozesse unabhängig von einzelnen Modell- oder Technologieanbietern zu verwalten.

Forrester hebt laut Boomi insbesondere die Fähigkeit hervor, automatisierte Prozesse flexibel an veränderte Anforderungen anzupassen. Dazu zählt beispielsweise der Wechsel zwischen unterschiedlichen Large Language Models ebenso wie eine granulare Steuerung des Datenzugriffs.

Strategie und Governance im Mittelpunkt

Besonders stark schnitt Boomi nach eigenen Angaben in der Kategorie „Strategie“ ab. Forrester verweist demnach unter anderem auf die Produkt-Roadmap sowie einen Innovationsprozess, der Partner und Kundenfeedback einbezieht. Eine zunehmende Rolle spielen dabei auch Anforderungen an Datenhoheit und regionale Kontrolle. Investitionen in entsprechende Funktionen sollen Unternehmen dabei unterstützen, regulatorische oder nationale Vorgaben zur Datensouveränität umzusetzen.

Boomi erhielt zudem die höchstmöglichen Bewertungen in den Kriterien Innovation, Roadmap und Einführung sowie bei der betrieblichen Observability, Kontrolle und Governance.

Gerade dieser Bereich dürfte mit zunehmender Verbreitung autonom arbeitender KI-Agenten an Bedeutung gewinnen. Je selbstständiger Agenten Geschäftsprozesse ausführen, desto wichtiger werden nachvollziehbare Entscheidungen, Audit-Protokolle und zentrale Kontrollmechanismen.

Anbieterneutralität als strategischer Ansatz

Forrester verweist laut Boomi außerdem auf die herstellerneutrale Ausrichtung der Plattform. Diese soll es Unternehmen ermöglichen, unterschiedliche KI-Modelle, Anwendungen und Datenquellen miteinander zu kombinieren, ohne sich dauerhaft an einzelne Anbieter zu binden.

Unterstützt wird diese Strategie durch Übernahmen wie Lunar.dev. Die KI-Gateway-Plattform erweitert Boomis Möglichkeiten bei der Steuerung und Kontrolle von KI-basierten Schnittstellen und Workflows.

Ed Macosky, Chief Product and Technology Officer bei Boomi
Ed Macosky, Chief Product and Technology Officer bei Boomi

„Wir glauben, dass diese Anerkennung unsere kontinuierlichen Investitionen in eine offene, herstellerneutrale Plattform widerspiegelt, die Unternehmen dabei unterstützt, agentenbasierte KI und Automatisierung mit der für den Produktivbetrieb erforderlichen Kontrolle, Transparenz und dem nötigen Vertrauen zu orchestrieren“, erklärt Ed Macosky, Chief Product and Technology Officer bei Boomi .

Die Boomi Enterprise Platform verbindet Agenten-Design und Governance, API- und MCP-Management, Integration, Automatisierung sowie Datenmanagement.

Damit sollen Unternehmen durchgängige Prozesse über Anwendungen, Daten, APIs und KI-Agenten hinweg orchestrieren können. Gleichzeitig bleibt nach Angaben des Unternehmens die Auswahl zwischen unterschiedlichen Technologie- und Modellanbietern erhalten.

Forrester hebt zudem die Low-Code-Entwicklungsumgebung der Plattform hervor. Dazu gehören Funktionen wie DevOps-Integration, Kontextmanagement, Audit-Protokollierung und eine zentrale Überwachung.

Die Entwicklung zeigt, wohin sich klassische Integrations- und Automatisierungsplattformen bewegen: Orchestrierung bedeutet künftig zunehmend, nicht nur Systeme miteinander zu verbinden, sondern auch die Entscheidungen und Aktionen autonom arbeitender KI-Agenten kontrollierbar zu machen.