Penetrationstests

Horizon3 und Pax8 bringen autonome Penetrationstests zu MSPs in ganz Europa

Horizon3 und Pax8 bringen autonome Penetrationstests zu MSPs in ganz Europa

Autonome Penetrationstests für MSPs

Schwachstellen zu erkennen, reicht längst nicht mehr aus – Unternehmen müssen wissen, welche Sicherheitslücken Angreifer tatsächlich ausnutzen können. Gerade für Managed Service Provider (MSPs) wird die kontinuierliche Überprüfung der IT-Sicherheit damit zu einem entscheidenden Bestandteil ihres Dienstleistungsangebots. Horizon3 und Pax8 erweitern deshalb ihre Partnerschaft auf ganz Europa und machen autonome Penetrationstests über den Pax8 Marketplace verfügbar.

Mit der europäischen Expansion ihrer Zusammenarbeit wollen Horizon3 und Pax8 Managed Service Providern einen einfacheren Zugang zu automatisierten offensiven Sicherheitstests ermöglichen. Im Mittelpunkt steht die KI-native Sicherheitsplattform NodeZero von Horizon3, mit der sich potenzielle Angriffspfade identifizieren, Schwachstellen priorisieren und bereits umgesetzte Sicherheitsmaßnahmen überprüfen lassen.

Mit NodeZero® steht Partnern eine standardisierte Methode zur Verfügung, um potenzielle Angriffspunkte zu identifizieren, Abhilfemaßnahmen zu steuern und nachzuweisen, dass die Korrekturen erfolgreich waren

Für MSPs eröffnet die Partnerschaft die Möglichkeit, ihr bisheriges Security-Portfolio um kontinuierliche, wiederkehrende Sicherheitsdienstleistungen zu erweitern. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die häufig nicht über eigene spezialisierte Security-Teams verfügen, könnten davon profitieren.

Die Zusammenarbeit baut auf dem gemeinsamen Marketplace-Angebot in Nordamerika auf. Mit der Ausweitung auf Europa erhalten nun auch MSPs in der Region Zugang zu einer Plattform, die offensive Sicherheitstests weitgehend automatisiert und damit den manuellen Aufwand klassischer Penetrationstests reduzieren soll.

Von der Schwachstellenerkennung zur tatsächlichen Risikobewertung

In vielen Unternehmen gehört das regelmäßige Scannen nach Sicherheitslücken inzwischen zum Standard. Doch die schiere Anzahl identifizierter Schwachstellen sagt wenig darüber aus, welche davon tatsächlich eine unmittelbare Gefahr darstellen.

Für IT-Verantwortliche und MSPs entsteht daraus ein grundlegendes Problem: Welche Schwachstellen müssen zuerst geschlossen werden, welche Angriffsketten sind besonders kritisch und welche Maßnahmen reduzieren das tatsächliche Geschäftsrisiko?

Genau hier setzt NodeZero an. Die Plattform führt innerhalb definierter Testbereiche und Sicherheitsvorgaben autonome Penetrationstests in produktiven IT-Umgebungen durch. Dabei werden reale Angriffstechniken eingesetzt, um festzustellen, welche Sicherheitslücken tatsächlich ausgenutzt werden können.

Die Tests erstrecken sich über interne und externe Infrastrukturen, Cloud-Umgebungen, Identitätsmanagement und Webanwendungen. Ziel ist es, nicht nur einzelne Schwachstellen sichtbar zu machen, sondern auch deren Zusammenspiel und mögliche Auswirkungen auf die gesamte IT-Umgebung zu verstehen.

„MSPs sind verantwortlich für den Schutz der Sicherheit ihrer Kunden. Eine einfache Auflistung von Schwachstellen vermittelt ihnen jedoch weder Aufschluss darüber, welche davon tatsächlich ausnutzbar sind, noch über das Ausmaß ihres Sicherheitsrisikos“, erklärt Keith Poyser, General Manager und SVP EMEA bei Horizon3

NodeZero liefere genau diese Informationen und ermögliche es, nach der Behebung erneut zu überprüfen, ob zuvor identifizierte Angriffsmöglichkeiten tatsächlich beseitigt wurden.

Angriffspfade statt isolierter Sicherheitslücken

Ein wesentliches Merkmal autonomer Penetrationstests ist die Fähigkeit, mehrere Schwachstellen miteinander zu verknüpfen und daraus mögliche Angriffsketten abzuleiten.

Denn Cyberangriffe basieren häufig nicht auf einer einzigen kritischen Sicherheitslücke. Vielmehr kombinieren Angreifer unterschiedliche Schwächen, um sich zunächst Zugang zu einem System zu verschaffen, anschließend Berechtigungen auszuweiten und schließlich auf sensible Daten oder geschäftskritische Anwendungen zuzugreifen.

NodeZero simuliert solche Angriffsszenarien und dokumentiert, welche Wege innerhalb einer IT-Umgebung tatsächlich ausgenutzt werden konnten.

Die Ergebnisse umfassen technische Nachweise erfolgreicher Ausnutzung, dokumentierte Angriffspfade und priorisierte Handlungsempfehlungen. Für MSPs entsteht dadurch eine belastbarere Entscheidungsgrundlage, um ihren Kunden konkrete Maßnahmen zur Risikoreduzierung zu empfehlen.

Dieser Ansatz verändert auch die Bewertung von Sicherheitsmaßnahmen: Nicht mehr allein die Anzahl geschlossener Schwachstellen steht im Mittelpunkt, sondern die Frage, ob zuvor nachgewiesene Angriffsmöglichkeiten tatsächlich unterbunden wurden.

Auch geschäftskritische Webanwendungen im Fokus

Mit der NodeZero WebApp erweitert Horizon3 die autonomen Sicherheitstests auf individuell entwickelte und geschäftskritische Webanwendungen. Die Lösung unterstützt authentifizierte Tests und untersucht unter anderem fehlerhafte Zugriffskontrollen sowie Schwachstellen in der Geschäftslogik.

Gerade solche Sicherheitsprobleme lassen sich mit klassischen Schwachstellenscannern häufig nur eingeschränkt erkennen. Während automatisierte Scanner vor allem bekannte technische Fehlkonfigurationen oder Software-Schwachstellen identifizieren, entstehen Risiken in Webanwendungen oftmals durch das Zusammenspiel verschiedener Funktionen und Berechtigungen.

Durch die Integration entsprechender Tests können MSPs ihre Kunden auch bei der Absicherung individueller Anwendungen unterstützen und zusätzliche Risiken sichtbar machen.

Neue Geschäftsmodelle für Managed Service Provider

Für MSPs ist die europäische Verfügbarkeit von NodeZero nicht nur eine technologische Erweiterung. Sie eröffnet auch die Möglichkeit, Sicherheitsdienstleistungen stärker auf kontinuierliche Prüfungen und messbare Ergebnisse auszurichten.

Die Plattform bietet dafür Multi-Tenant-Unterstützung, MSP-orientierte Lizenzierungsmodelle und White-Label-Berichte. Damit lassen sich Sicherheitsprüfungen für mehrere Kunden zentral verwalten und die Ergebnisse in eigene Serviceangebote integrieren.

Zu den möglichen Dienstleistungen gehören:

  • Autonome Penetrationstests: Wiederholbare Sicherheitsprüfungen von Infrastruktur, Identitätsmanagement, Cloud-Diensten und Webanwendungen.
  • Risikobasierte Priorisierung: Konzentration auf tatsächlich ausnutzbare Schwachstellen und Angriffspfade mit nachgewiesenen Auswirkungen.
  • Validierung von Sicherheitsmaßnahmen: Erneute Tests zur Überprüfung, ob identifizierte Angriffsmöglichkeiten nach einer Korrektur weiterhin bestehen.
  • Bedrohungsorientierte Sicherheitsbewertungen: Untersuchung unterstützter Schwachstellen aus dem Known Exploited Vulnerabilities Catalog der US-Cybersicherheitsbehörde CISA.
  • Kontinuierliche Sicherheitsvalidierung: Regelmäßige Prüfungen nach Infrastrukturänderungen, Software-Releases oder Anpassungen von Sicherheitskontrollen.

Damit können MSPs ihre Kunden über einzelne Sicherheitsbewertungen hinaus begleiten und die Wirksamkeit umgesetzter Maßnahmen regelmäßig überprüfen.

Kontinuierliche Sicherheitsvalidierung wird zum strategischen Faktor

Die zunehmende Automatisierung offensiver Sicherheitstests verändert die Rolle von Managed Service Providern.

Während klassische Sicherheitsdienstleistungen häufig auf die Erkennung und Dokumentation von Schwachstellen ausgerichtet sind, rückt die fortlaufende Überprüfung der tatsächlichen Widerstandsfähigkeit von IT-Umgebungen stärker in den Mittelpunkt.

Für Kunden wird dadurch transparenter, welche Risiken bestehen, welche Maßnahmen erforderlich sind und ob Investitionen in die IT-Sicherheit tatsächlich zu einer Verbesserung geführt haben.

Gleichzeitig ermöglicht die Automatisierung MSPs, wiederkehrende Sicherheitsprüfungen wirtschaftlicher anzubieten und standardisierte Prozesse über mehrere Kundenumgebungen hinweg einzusetzen.

Allerdings ersetzen autonome Penetrationstests nicht jede Form manueller Sicherheitsprüfung. Komplexe Anwendungsszenarien, individuelle Geschäftsprozesse und besonders kritische Systeme können weiterhin zusätzliche Analysen durch erfahrene Sicherheitsexperten erfordern.

Der Mehrwert liegt deshalb vor allem in der Kombination aus automatisierter Angriffssimulation, nachvollziehbarer Risikopriorisierung und kontinuierlicher Validierung.

Europäische Expansion stärkt das MSP-Ökosystem

Mit der erweiterten Partnerschaft setzen Horizon3 und Pax8 auf den wachsenden Bedarf an skalierbaren Sicherheitsdienstleistungen im europäischen Mittelstand. Für Horizon3 ist die Zusammenarbeit zugleich ein weiterer Schritt beim Ausbau seiner europäischen Marktpräsenz. Das Unternehmen betreibt seinen EMEA-Hauptsitz in Amsterdam und unterstützt von dort aus Kunden und Partner in der gesamten Region. NodeZero ist für Pax8-Partner in Europa ab sofort über den Pax8 Marketplace verfügbar.

Fazit

Mit der europäischen Erweiterung ihrer Partnerschaft adressieren Horizon3 und Pax8 einen grundlegenden Wandel im Sicherheitsmanagement. Für MSPs wird es zunehmend wichtiger, nicht nur Schwachstellen zu identifizieren, sondern deren tatsächliche Ausnutzbarkeit nachzuweisen und den Erfolg von Gegenmaßnahmen kontinuierlich zu überprüfen. Autonome Penetrationstests können dabei helfen, Sicherheitsdienstleistungen stärker an nachweisbarer Risikoreduzierung auszurichten.