Awareness-Kampagne

Phishing, Deepfakes und Social Engineering: KnowBe4 stellt kostenloses Security-Awareness-Kit bereit

Phishing, Deepfakes und Social Engineering: KnowBe4 stellt kostenloses Security-Awareness-Kit bereit

Kostenlose Awareness-Kampagne: Vom Mitarbeiter zum Cyber-Agenten

Der Mensch bleibt ein entscheidender Faktor in der Cyberabwehr – und damit zugleich eines der bevorzugten Ziele moderner Angreifer. Mit seinem kostenlosen Cybersecurity Awareness Month Kit 2026 will KnowBe4 Unternehmen dabei unterstützen, Sicherheitsbewusstsein stärker in den Arbeitsalltag zu integrieren. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur klassische Phishing-Angriffe, sondern zunehmend auch KI-gestütztes Social Engineering und Deepfakes.

KnowBe4 stellt das diesjährige Ressourcenpaket unter das Motto „Secret Agent“. Mitarbeitende übernehmen dabei die Rolle von Agenten einer fiktiven „Workforce Risk Division“ und sollen über verschiedene Missionen für typische Cyberrisiken sensibilisiert werden.

Vier Cyber-Missionen für den Oktober

Der jährlich im Oktober stattfindende Cybersecurity Awareness Month soll Unternehmen und Anwender für aktuelle digitale Bedrohungen sensibilisieren. Die internationale Initiative wird unter anderem von der US-amerikanischen Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) und der National Cybersecurity Alliance unterstützt.

Das inzwischen achte Awareness-Kit von KnowBe4 unterteilt den Monat in vier thematische Wochen. Die Schwerpunkte liegen auf:

  • Phishing und Social Engineering
  • KI-Sicherheit und Deepfakes
  • Datensicherheit und Passwörtern
  • Meldung und Umgang mit Sicherheitsvorfällen

Jede Woche wird von einem fiktiven Spezialisten der „Workforce Risk Division“ begleitet. Das spielerische Konzept soll klassische Security-Awareness-Inhalte stärker mit interaktiven Elementen verbinden.

KI verändert Social Engineering

Erich Kron, CISO Advisor bei KnowBe4
Erich Kron, CISO Advisor bei KnowBe4

Die wachsende Bedeutung von KI spielt auch bei der diesjährigen Kampagne eine zentrale Rolle. Angreifer können generative KI inzwischen nutzen, um Phishing-Nachrichten glaubwürdiger zu formulieren, Identitäten zu imitieren oder täuschend echte Audio- und Videoinhalte zu erzeugen.

Erich Kron, CISO Advisor bei KnowBe4 , sieht darin eine zusätzliche Herausforderung für Unternehmen. Cyberkriminelle würden zunehmend KI-gestützte Methoden wie Deepfakes und fortgeschrittenes Social Engineering einsetzen. Unternehmen müssten deshalb neue Wege finden, um die Aufmerksamkeit und Wachsamkeit ihrer Mitarbeitenden dauerhaft hochzuhalten.

Das eigentliche Ziel von Security Awareness verschiebt sich damit zunehmend: Statt Mitarbeitende lediglich über einzelne Angriffsmethoden zu informieren, sollen sie verdächtige Situationen selbstständig erkennen, hinterfragen und melden können.

Tabletop-Übungen sollen Theorie in Praxis übersetzen

Ein Schwerpunkt des Kits liegt auf praxisnahen Übungen. Unternehmen erhalten unter anderem vier Tabletop-Szenarien, mit denen Teams typische Sicherheitsvorfälle gemeinsam durchspielen können.

Solche Übungen können helfen, Schwachstellen nicht nur im technischen Bereich, sondern auch in Kommunikations- und Entscheidungsprozessen sichtbar zu machen. Gerade bei Social-Engineering-Angriffen entscheidet häufig die Reaktion einzelner Mitarbeitender darüber, ob ein Angriff erfolgreich ist oder frühzeitig erkannt wird.

Zum Ressourcenpaket gehören darüber hinaus:

  • Poster und Charakterkarten der „Workforce Risk Division“, teilweise in mehreren Sprachen
  • Digital-Signage-Inhalte für interne Awareness-Kampagnen
  • Schulungsvideos und interaktive Security-Awareness-Module
  • ein Strategie-Dossier und Wochenplaner für die Durchführung der Kampagne
  • Materialien zu einem kostenlosen KnowBe4-Tool
  • zwei On-Demand-Webinare sowie Whitepaper

Sicherheitskultur statt einmaliger Schulung

Lisa Plaggemier, Executive Director der National Cybersecurity Alliance, betont, dass Cybersicherheit längst nicht mehr ausschließlich Aufgabe der IT-Abteilung sei. Digitale Sicherheitskompetenz werde zunehmend zu einer grundlegenden Fähigkeit für Mitarbeitende und Privatpersonen.

Für Unternehmen bedeutet das: Ein einmal jährlich absolviertes Awareness-Training reicht kaum aus, wenn sich Angriffsmethoden kontinuierlich verändern. Entscheidend ist vielmehr eine Sicherheitskultur, in der Mitarbeitende regelmäßig mit realistischen Angriffsszenarien konfrontiert werden und wissen, wie sie auf verdächtige Aktivitäten reagieren müssen.

Gerade angesichts KI-gestützter Phishing-Kampagnen, Deepfakes und immer professionellerem Social Engineering dürfte dieser kontinuierliche Ansatz weiter an Bedeutung gewinnen.