Mikrosegmentierung

Zero Networks veröffentlicht praxisnahen Leitfaden zur besseren Eindämmung von Sicherheitsvorfällen

Zero Networks veröffentlicht praxisnahen Leitfaden zur besseren Eindämmung von Sicherheitsvorfällen

Automatisierte Mikrosegmentierung zur Eindämmung von Sicherheitsverletzungen

Die Zahl der Cyberangriffe nimmt weiter zu, und mit ihr steigen die Kosten: Laut einer aktuellen IBM-Studie beliefen sich die durchschnittlichen Schäden durch eine Sicherheitsverletzung im Jahr 2024 auf rund 4,88 Millionen US-Dollar. Besonders alarmierend: Es dauert im Schnitt ganze 64 Tage, bis ein solcher Vorfall eingedämmt ist – nachdem Unternehmen zuvor oft mehr als sechs Monate gebraucht haben, um ihn überhaupt zu bemerken. Und die Angriffe werden immer häufiger: Allein in den ersten drei Monaten 2025 haben sich Ransomware-Attacken im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Trotz immer höherer Ausgaben für IT-Sicherheit kämpfen viele Unternehmen damit, Angriffe rechtzeitig zu stoppen, bevor sie sich zur Krise auswachsen. Kay Ernst, Security-Experte bei Zero Networks , erklärt, worauf es bei der effektiven Eindämmung einer Sicherheitsverletzung wirklich ankommt – und warum wir dringend umdenken müssen.

Was bedeutet „Data Breach Containment“?

Statt erst auf eine Erkennung zu warten, setzt „Data Breach Containment“ – also die Eindämmung eines Angriffs – viel früher an: Ziel ist es, den Schaden sofort zu begrenzen, bevor sich Angreifer im Netzwerk weiter ausbreiten können. Dazu gehört, kompromittierte Systeme schnell zu isolieren, laterale Bewegungen zu unterbinden und interne Sicherheitsgrenzen durchzusetzen.

Diese Herangehensweise wird von Sicherheitsstandards wie dem NIST oder der US-Verbraucherschutzbehörde FTC klar empfohlen: Die Fähigkeit, Angriffe einzudämmen, ist genauso wichtig wie ihre Erkennung – und in der Praxis oft der entscheidende Faktor, ob ein Vorfall zum PR-Desaster wird oder nicht.

Die Angriffsfläche verkleinern – und zwar dauerhaft

Je mehr Systeme, offene Ports und Zugänge ein Netzwerk bietet, desto mehr Angriffsfläche gibt es. Eine durchdachte Netzwerksegmentierung hilft, diesen Spielraum zu reduzieren – und zwar so, dass Angreifer, selbst wenn sie eindringen, kaum noch Bewegungsfreiheit haben. Wie es Dr. Chase Cunningham – bekannt als „Dr. Zero Trust“ – formuliert: „Eine gut segmentierte Architektur wirkt wie ein Schiff mit wasserdichten Schotten. Selbst ein Treffer bringt es nicht zum Sinken.“

Laterale Bewegungen verhindern, bevor sie beginnen

Angreifer nutzen oft legitime Tools und gestohlene Anmeldedaten, um sich unbemerkt im Netzwerk auszubreiten. Ohne interne Sicherheitsbarrieren wird das schnell gefährlich. Wer Eindämmung als proaktives Ziel begreift – statt nur auf Warnungen zu warten –, kann diese Bewegungen frühzeitig stoppen und verhindern, dass etwa Ransomware ganze Systeme lahmlegt.

Warum die klassische Erkennung oft zu spät kommt

Erkennungssysteme wie EDR oder SIEM sind wertvoll – aber sie reagieren oft erst, wenn ein Angriff schon läuft. Viele Bedrohungen sind zudem so getarnt, dass sie herkömmliche Erkennung leicht umgehen. António Vasconcelos von Zero Networks bringt es auf den Punkt: „Erkennung muss Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses sein – nicht das Einzige, worauf man sich verlässt.“

Was Unternehmen konkret tun können

1. Sofortige Isolierung kompromittierter Systeme

Je schneller ein infiziertes System vom Rest getrennt wird, desto besser. Doch das klappt nur, wenn die Netzwerksicherheit schon im Vorfeld darauf ausgelegt ist – zum Beispiel durch Segmentierung und rollenbasierten Zugriff.

2. Mikrosegmentierung nach dem Zero-Trust-Prinzip

VLANs reichen heute nicht mehr aus. Sie sind oft unzureichend konfiguriert und bieten Angreifern zu viele Schlupflöcher. Zero-Trust-Mikrosegmentierung dagegen sorgt dafür, dass jede Kommunikation im Netzwerk bewusst erlaubt werden muss – alles andere wird blockiert.

3. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Die meisten Angreifer „brechen“ nicht ein – sie loggen sich ein. MFA auf Netzwerk- und Anwendungsebene ist deshalb ein Muss. So lassen sich vor allem privilegierte Zugänge und veraltete Systeme zuverlässig schützen.

4. Adaptive Sicherheitsrichtlinien statt starrer Regeln

Statische Regeln sind schnell veraltet. Besser ist es, Richtlinien dynamisch an Identitäten, Verhalten und Risiken anzupassen – automatisiert und kontinuierlich. So bleibt die Verteidigungslinie immer aktuell.

Der Schlüssel: Cyber-Resilienz durch integrierte Eindämmung

Effektive Eindämmung ist kein Extra – sie muss ein fester Bestandteil der IT-Architektur sein. Wer sein Netzwerk auf Zero Trust aufbaut, stellt sicher, dass sich Vorfälle gar nicht erst ausweiten können. Die Vorteile reichen von kürzeren Reaktionszeiten über weniger Ausfälle bis hin zu niedrigeren Gesamtkosten und besserer Einhaltung regulatorischer Vorgaben.

„Die Zeiten, in denen man nur auf Angriffe reagieren konnte, sind vorbei“, sagt Crystal Chadwick von Zero Networks. „Wer proaktiv segmentiert, Identitäten absichert und automatisch Regeln durchsetzt, schafft ein Netzwerk, das auch im Ernstfall widerstandsfähig bleibt.“