Studie

Reisebetrug nimmt zu: So schützen sich Urlauber vor den Tricks der Betrüger

Reisebetrug nimmt zu: So schützen sich Urlauber vor den Tricks der Betrüger

Gefälschte Unterkünfte, betrügerische Buchungsportale und manipulierte Bilder: Laut der aktuellen Safer Summer Travel-Studie von McAfee sind deutsche Urlauber zunehmend Ziel von Online-Reisebetrug. Besonders betroffen sind junge Erwachsene zwischen 18 und 34 Jahren – sie gehören zur Hauptzielgruppe raffinierter Betrüger, die auf die Jagd nach sensiblen Daten und Urlaubsgeld gehen.

Junge Reisende besonders gefährdet

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

  • 50 % der 18- bis 24-Jährigen und
  • 32 % der 25- bis 34-Jährigen in Deutschland waren bereits Opfer von Reisebetrug.

Häufige Maschen:

  • Nicht existierende Unterkünfte oder Ausflüge
  • Gefälschte Buchungsseiten
  • Betrügerische Bestätigungslinks
  • Manipulierte Bilder

So verloren 10 % der 18- bis 24-Jährigen bereits Geld für gefälschte Unterkünfte. 5 % bezahlten Ausflüge, die nie stattfanden. Auch Bankdaten werden abgegriffen – 12 % der jungen Erwachsenen berichteten von kompromittierten Kontodaten während der Reiseplanung oder im Urlaub.

Preisdruck macht anfälliger für Betrugsmaschen

Die Reiselust bleibt ungebrochen: 92 % der Deutschen planen 2025 eine Urlaubsreise. Gleichzeitig suchen 40 % aktiv nach Sparmöglichkeiten – besonders bei Unterkünften (50 %), Flügen (33 %) und Aktivitäten (28 %). Diese Schnäppchenjagd spielt Cyberkriminellen in die Karten: Der Zeitdruck, schnell ein gutes Angebot zu sichern, führt oft dazu, dass Echtheitsprüfungen zu kurz kommen.

Betrugserkennung bleibt schwierig

Die Betrugsmethoden werden immer ausgeklügelter. Laut Studie:

  • 38 % finden Video-Fakes schwer zu erkennen
  • 30 % tun sich mit betrügerischen SMS schwer
  • 29 % erkennen gefälschte E-Mails nicht sofort

Im Durchschnitt verbringen Deutsche über 83 Stunden pro Jahr mit der Prüfung digitaler Nachrichten – und dennoch werden viele getäuscht:

  • 9 % klickten auf falsche Bestätigungslinks
  • 7 % gaben Bankdaten auf Fake-Websites ein
  • 7 % ließen sich von manipulierten Bildern täuschen
  • 5 % buchten Reisen, die gar nicht existierten

Praktische Tipps gegen Reisebetrug

Vor der Reise:

  • Buchungen nur über vertrauenswürdige Portale durchführen
  • Bewertungen lesen und Bilder prüfen (z. B. mit Rückwärts-Bildsuche)
  • Nie auf unbekannte Links klicken – Vorsicht vor Phishing
  • Online-Schutzlösungen nutzen, z. B. McAfee+ oder Deepfake-Erkennungstools

Während der Reise:

  • Identität von Fremden prüfen, die sich als Personal ausgeben
  • Öffentliches WLAN nur mit VPN nutzen
  • Vorsicht bei QR-Codes: Nur von sicheren Quellen scannen
  • Standort nicht in Echtzeit teilen – Urlaubs-Updates lieber später posten

Fazit: Vorsicht ist besser als Urlaubsfrust

„Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch“, warnt Vonny Gamot, Head of EMEA bei McAfee. Jeder fünfte Deutsche wird Opfer eines Reisebetrugs – durch einfache Sicherheitsvorkehrungen lässt sich das Risiko deutlich senken.

Methodik der Untersuchung

Eine McAfee-Umfrage, die sich auf das Thema Reisebetrug und die Auswirkungen dieses Betrugs auf die Verbraucher konzentrierte, wurde im Februar 2025 online durchgeführt. Mehr als 7.000 Erwachsene in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich, Indien, Japan und Australien ab 18 Jahren nahmen an der Studie teil.