Dating Apps

Zum Tinder-Jubiläum erinnert Check Point an die Gefahren bei Dating-Apps

, San Carlos, Check Point | Autor: Herbert Wieler

Zehn Jahre Tinder – doch Nutzer können mehr als ihr Herz verlieren

Tinder feiert am 12. September sein zehnjähriges Bestehen und markiert damit ein Jahrzehnt, seit Singles ihre personenbezogenen Daten im Internet mit jedermann teilen, in der Hoffnung, einen Liebespartner zu finden. Seit dem Start der App haben sich über 75 Millionen Nutzer angemeldet, die während des Swipens der Bilder mittlerweile je Minute ein Match mit einer Person erhalten und zugleich dieser, wie auch der nächsten Person in der Bilderreihe, freiwillig ihre sensiblen Daten preisgeben.

Check Point warnt, dass diese Bereitschaft zum Oversharing in Kombination mit der Anonymität der Plattform die perfekte Umgebung für Hacker schafft, um ihr nächstes Opfer zu wählen. Tinder ist voll von Geburtstagen, Telefonnummern, Vorlieben, Standorten Profilbildern und privaten Unterhaltungen, die möglicherweise sogar intime Fotos oder vertraulich geteilte Informationen enthalten. Diese Daten sind für Cyber-Kriminelle attraktiv, um Identitätsdiebstahl, Betrug, Erpressung oder den Verkauf im Dark Web begehen zu können.

Alle Dating-Apps sind ebenfalls voller Menschen, die bereit sind, sich einer fremden Person weit zu öffnen, um eine Verbindung herzustellen. Leider scheuen Hacker nicht zurück, dieses Vertrauen zu missbrauchen, indem sie diejenigen ausnutzen, die oft mehr damit beschäftigt sind, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, als sich um die IT-Sicherheit zu kümmern – die Mehrheit. Check Point Research (CPR) hat bereits mehrere kritische Schwachstellen in der Website und der mobilen App von OkCupid, einem der weltweit führenden kostenlosen Online-Dating-Dienste, entdeckt. Diese Gefahren für die Privatsphäre sind jedoch nicht plattformspezifisch, sondern spiegeln vielmehr eine wachsende Mentalität wider nach dem Motto: „Erst teilen, dann kümmern.“

Einige der Gefahren, denen die Nutzer ausgesetzt sein können:

Wie können Nutzer sich also schützen? Hier sind vier Tipps von Check Point:

  1. Niemals vertrauliche Informationen weitergeben. Jeder Nutzer, der wirklich vertrauliche Informationen anfordert, könnte ein Hacker sein. Daher ist es wichtig, dass man niemals zu persönliche Daten auf Tinder oder einer anderen Dating-App preisgibt.
  2. Keine Bilder oder Dateien auf das Gerät herunterladen. Jeder zeigt sich auf Fotos in Dating-Apps, aber es ist sehr wichtig, dass diese nur innerhalb der App angezeigt werden. Nie sollte man sie herunterladen und speichern, denn darin kann sich Malware verstecken, die alle Dokumente und Dateien auf dem Handy oder Computer gefährdet – abgesehen von rechtlich bedeutsamen Gründen des Datenschutzes.
  3. Auf der Hut sein. Wenn etwas seltsam oder anormal erscheint, ist es besser, misstrauisch zu sein. Es gibt viele schwarze Schafe im Internet, daher geht man lieber kein unnötiges Risiko ein.
  4. Prüfen der Profile. Man muss vorsichtig sein bei kürzlich erstellten Profilen oder Profilen mit Bildern, die wie eine Werbung aussehen. Falls ein Nutzer außerdem zu viel Interesse zeigt oder nach zu vielen privaten Informationen fragt, sollten die Alarmglocken schrillen.

„Unsere Telefone sind stets bei uns, egal ob wir damit in den Zug steigen, den Lebensmitteleinkauf bezahlen oder einen besonderen Menschen finden wollen. Dating-Apps wie Tinder sind spielerisch gestaltet und beruhen auf einem schnellen Wischen nach links oder rechts, während man Fotos anderer Nutzer begutachtet. Leider spielt dies Hackern in die Hände, die Anmeldedaten oder Bankkonten stehlen wollen, da die Nutzer auf diese Weise zu einer vorschnellen Reaktion motiviert werden. Der beste Weg, sich zu schützen, sieht so aus: jede Konversation mit Vorsicht angehen und sich Zeit nehmen, bevor man eine Entscheidung trifft. Cyber-Kriminelle sind überall unterwegs, vor allem auf Plattformen, die von vielen Menschen besucht werden und sich um ein Thema drehen, bei dem die Leute am verwundbarsten sind“, erläutert Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO, bei Check Point Software Technologies GmbH .