Sicherheitstipps zu Alexa und Co.

Wie sicher sind sprachaktivierte intelligente Lautsprecher?

, München, Symantec | Autor: Herbert Wieler

Sicherheitstipps zu Google Home und Amazon’s Echo Dot

Intelligente Lautsprecher, auch bekannt als Smart-Home-sprachgesteuerte Assistenten, gibt es in vielen verschiedenen Formen und Größen und sind in den letzten Jahren sehr populär geworden. Nach Smartphones sind sie der nächste große Schritt für Sprachassistenten.

Um es einfach auszudrücken: Sie sind Musiklautsprecher, kombiniert mit einem Spracherkennungssystem, mit dem der Benutzer interagieren kann. Benutzer verwenden ein Weckwort, wie "Alexa" oder "Ok Google", um den Sprachassistenten zu aktivieren und können dann mit dem intelligenten Sprecher nur mit ihrer Stimme interagieren. Sie können Fragen stellen oder verlangen, dass sie Musik abspielen, Rezepte auslesen und andere intelligente Geräte steuern. Einige dieser Geräte sind auch mit Kameras ausgestattet, die ferngesteuert werden können, während andere Geräte es Ihnen ermöglichen, Online-Einkäufe nur mit der Stimme zu erledigen.

Der Markt wird derzeit von Amazons Echo-Sortiment dominiert, das einen Marktanteil von 73 Prozent hat, mit mehr als 20 Millionen Geräten allein in den USA, gefolgt von Google Home. Apples HomePod wird voraussichtlich im Dezember 2017 auf den Markt kommen, während Microsoft Cortana bereits in zahlreiche Lautsprecher von Drittanbietern integriert wurde.

Aber wie steht es um die allgemeine IT-Security, den Schutz der Privatsphäre und der Online-Sicherheit bei diesen intelligenten Lautsprechern? Das Spektrum der Aktivitäten, das von intelligenten Sprachassistenten durchgeführt werden kann, bedeutet, dass ein Angreifer oder sogar nur ein ungeschickter Freund oder Nachbar, potentiellen Schaden anrichten könnte, wenn sie einen entsprechenden Zugang dazu hätten.

Symantec hat zu diesem Thema neue Erkenntnisse über Datenschutz- und Sicherheitsfragen rund um Google Home, Amazon Echo etc. zusammengestellt.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Einige Sicherheitsempfehlungen für den Umgang mit smarten Lautsprechern und Sprachassistenten.

Fazit

Bisher hat Symantec noch keine Masseninfektion von Smart-Lautsprechern mit Malware gesehen, und es ist eher unwahrscheinlich, dass dies in nächster Zeit passieren wird, da diese Geräte nicht direkt über das Internet erreichbar sind. Fast alle bestehenden Angriffe beruhen auf dem Missbrauch offizieller Befehle und nicht auf einer Code-Änderung, der auf den Geräten durch einen Exploit ausgeführt wird. Da die gesamte Befehlsinterpretation die Backend-Server durchläuft, können zudem die Provider bösartige Trigger-Sequenzen herausfiltern.

Allerdings besteht die Gefahr, wie immer bei Software, dass einige der Dienste, wie häufig verwendete Musik-Streaming-Services, eine Schwachstelle haben und dass das Gerät dadurch kompromittiert werden könnte. Eine weitere Schwachstelle ist Bluetooth. Z.B. wurde bei den Bluetooth-Problemen, die auch als BlueBorne bekannt sind, gezeigt, dass es für einen Angreifer möglich ist, einen intelligenten Lautsprecher zu übernehmen, wenn er sich in Reichweite befindet. Glücklicherweise wurden die BlueBorne-Schwachstellen inzwischen von Google und Amazon gepatcht. Daher sollten alle Geräte die eine automatische Aktualisierungsfunktion verwenden, auch auf dem neuesten Stand sein.