Cyber-Resilienz

Unternehmen sollten Ihre Cyber-Resilienz ermitteln

, Absolute Software | Autor: Herbert Wieler

Zahlreiche Cyberangriffe und Schlagzeilen über Datenschutzverletzungen erinnern Unternehmen immer wieder daran, dass die Cybersicherheit fragil ist. Das Modell des ortsunabhängigen Arbeitens verschärft die Belastung der IT- und Sicherheitsteams, da es keine klar definierte Netzwerkgrenze mehr gibt.

Die im Resilience Index 2023 von Absolute veröffentlichten Telemetriedaten zeigen, dass die Zahl der Standorte von Unternehmensgeräten um 15 Prozent zugenommen hat. Das bedeutet, dass Mitarbeiter jetzt in erheblichem Umfang in Netzwerken arbeiten, die nicht im Besitz oder unter der Kontrolle des Unternehmens sind, was das Risiko für ein Unternehmen drastisch erhöht.

Darüber hinaus werden die bestehenden Herausforderungen in Bezug auf den Gerätezustand und die Sicherheit durch einen breiten Mix aus Netzwerken, Hardware, Betriebssystemversionen und Patches noch verschärft. Die Daten von Absolute Software zeigen auch, dass 94 Prozent der Unternehmensgeräte mit Windows 10 arbeiten und ein Patch bei den größten Accounts 158 Tage zurückliegt.

Folglich suchen Unternehmen nach Möglichkeiten, ihre Mitarbeiter sicher mit Unternehmensnetzwerken und -ressourcen zu verbinden. Dies führt zu einem neuen „Comply-to-Connect“-Trend, der ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Cyber-Resilienz herstellt, um sicheres Arbeiten zu ermöglichen, egal, wo das Risiko auf den Benutzer trifft.

Das bedeutet, dass sich Unternehmen nicht ausschließlich auf die Verhinderung eines Angriffs konzentrieren sollten, sondern einen Plan entwickeln müssen, um die Auswirkungen eines erfolgreichen Angriffs zu verringern. Aus diesem Grund verfolgen viele vorausschauend agierende Unternehmen eine neue Strategie, um mit den zunehmenden Cyberbedrohungen von heute fertig zu werden: die sogenannte Cyber-Resilienz. Damit wollen sie sicherstellen, dass ein unerwünschtes Cyber-Ereignis, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, keine negativen Auswirkungen auf die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Geschäftsprozesse eines Unternehmens hat.

Torsten George, VP von Absolute Software , empfiehlt eine Methode, mit der Unternehmen ihre Cyber-Resilienz bewerten können. Er rät zur Betrachtung der folgenden Aspekte: Komplexität, Compliance und Kontinuität.

Komplexität

Die Komplexität konzentriert sich auf den Zustand der Anwendungen und umfasst die Anzahl der Endpunktkontrollen, die Anzahl der Geräte und Benutzer sowie die Anzahl der Betriebssysteme. Sicherheitsverantwortliche können die folgenden Fragen stellen, um den Stand der Komplexität von Endgeräten, Geräten und Betriebssystemen zu ermitteln:

Compliance

Compliance ist die Scorecard, die sich auf Risiko und Verschlüsselung konzentriert. Sicherheitsverantwortliche können diese Fragen stellen, um mehr über ihren Stand der Compliance zu erfahren:

Kontinuität

Zur Kontinuität gehören Mobilität, Funktionsfähigkeit von Anwendungen und Verfügbarkeit. Die folgenden Fragen gilt es zu stellen, um mehr über den Stand der Kontinuität zu erfahren:

Im vierten Jahr seiner regelmäßigen Untersuchung von Trends zur Endpunkt-Resilienz hat Absolute anonymisierte Daten von 14 Millionen Absolute-fähigen Geräten analysiert, die in Kundenunternehmen in Nordamerika, Europa und APAC aktiv sind. Daten und Informationen von vertrauenswürdigen Drittquellen flossen ebenfalls mit ein. Der Resilience Trend 2023 untersucht den Stand der Resilienz des Work-from-anywhere-Modells, indem er dessen Komplexität, Kontinuität und Compliance-Status bewertet. Die Ergebnisse bestätigen, dass trotz der langjährigen Annahme, dass der Einsatz von mehr Sicherheitslösungen zu einem besseren Schutz vor Bedrohungen führt, die Wahrheit ganz anders aussieht.