Cybercrime Analyse

ThreatMetrix Cybercrime Report dokumentiert 700 Mio. vereitelte Cyberattacken

, München, ThreatMetrix | Autor: Andreas Baumhof

100 Millionen Transaktionen täglich analysiert

Die Analysen von ThreatMetrix®, der Digital Identity Company®, haben nachgewiesen, dass 2017 ein Rekordjahr im Kampf gegen die Online-Kriminalität war. Wie der ThreatMetrix Cybercrime Report 2017 rückblickend feststellt, hat sich die Zahl der digitalen Attacken in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent erhöht. Dieses Ergebnis basiert auf der Auswertung von Cybercrime-Aktivitäten weltweit – hierfür wurden über das globale Netzwerk des Unternehmens rund 100 Millionen Transaktionen täglich analysiert. Die gute Nachricht: Unternehmen, die zum Schutz der Verbraucher in innovative, digitale Strategien investieren, konnten ebenfalls einen Rekord aufstellen, und zwar bei der Abwehr von den aus den großen Datendiebstählen resultierenden Downstream-Angriffen auf ihre Kunden.

Direkt nach großen Datendiebstählen stieg die Zahl der Downstream-Angriffe rapide an, noch bevor die Zwischenfälle publik wurden

Festgestellt wurde, dass Betrüger nicht mehr länger vorrangig versuchen, mit gestohlenen Kreditkarten das schnelle Geld zu machen. Vielmehr liegen komplexere Angriffsformen im Trend, die darauf abzielen, durch den Einsatz der Daten aus entwendeten digitalen Identitäten langfristige Profite zu generieren. Dies dokumentiert sich unter anderem durch die erhöhte Zahl an Versuchen, betrügerische Accounts zu erstellen, die sich zur größten Gefährdung entwickelt haben. So wurde in 2017 einer von neun neu erstellten Online-Konten mit Betrugsabsichten generiert.

Die Daten des ThreatMetrix Cybercrime Reports 2017 dokumentieren auch die umfangreichen Aktivitäten von Bots, die bei einzelnen Seiten von Einzelhandelsunternehmen bis zu 90 Prozent des Traffics verursachten. Das wirkt sich auch für Verbraucher, die nicht direkt von Attacken betroffen sind, nachteilig aus, da viele Unternehmen aufgrund der Bot-Aktivitäten umfangreichere und damit längere Identitätsüberprüfungen vornehmen, um legitime und betrügerische Aktivitäten zu unterscheiden.

Größte Gefährdung von Konsumenten direkt nach umfangreichen Datendiebstählen

Bei Cyber-Angriffen zeigten sich in 2017 mehr extreme Spitzen als je zuvor. Diese Spitzenwerte, von denen Tausende an Organisationen betroffen waren, sind Hinweise auf umfangreiche Datendiebstähle, die oft vor diesen Angriffswellen noch nicht öffentlich bekannt waren. So konnte beispielsweise über das ThreatMetrix Digital Identity Network® unmittelbar nach dem Diebstahl von 143 Millionen Kundendatensätzen bei Equifax eine beispiellose Zunahme betrügerischer Aktivitäten festgestellt werden.

Jede Organisation ist ein potenzielles Ziel für Angriffe, die schwerwiegende Folgen haben können. Daher ist es unumgänglich, den Downstream-Schutz bei der Übertragung digitaler Informationen für alle Websites und Anwendungen sicherzustellen, um zu verhindern, dass entwendete Daten erfolgreich für betrügerische Aktivitäten verwendet werden.

"Wenn die Zahl der digitalen Attacken größer wird, nimmt für Unternehmen auch die Notwendigkeit zu, in fortschrittliche Abwehrtechnologien zu investieren. Denn die Konsumenten müssen vor Identitätsdiebstählen oder finanziellen Verlusten geschützt werden", sagte Andreas Baumhof, Chief Technology Officer bei ThreatMetrix. "Die Analyse von Transaktionen, die von realen digitalen Identitäten durchgeführt werden, ist der effektivste Weg, um quasi in Echtzeit zwischen legitimen Nutzern und Cyberkriminellen zu unterscheiden. Wir alle hinterlassen unsere Spuren überall in der digitalen Welt. Und die Analyse der sich ständig verändernden Assoziationen zwischen Menschen, ihren Geräten, Konten, Standorten und Adressen über die an den Interaktionen beteiligten Unternehmen hinweg, weist in hohem Maße transparent und zuverlässig auf die Vertrauenswürdigkeit eines Individuums hin."

Trends bei Verbrauchern verändern die Vorgehensweisen von Cyberkriminellen

Trends im Konsumentenverhalten beeinflussten in 2017 zunehmend die komplexen Angriffsmuster von Cyberkriminellen. Beispiele für diese beiden Entwicklungen dokumentiert der ThreatMetrix Cybercrime Report 2017:

"Angesichts der täglich zunehmenden Zahl und Komplexität von Angriffen ist es für Unternehmen unverzichtbar geworden, die Voraussetzungen zu schaffen, um in Echtzeit präzise zwischen Kunden und Kriminellen unterscheiden zu können. Und zwar, ohne eine Senkung der Transaktionsgeschwindigkeit oder Reibungsverluste in Kauf nehmen zu müssen", so Baumhof weiter. "Indem wir die statischen Daten intelligent auswerten, sind wir in der Lage, uns auf die dynamischen Feinheiten der Online-Transaktionen von Anwendern zu konzentrieren. Damit bieten wir Unternehmen die Basis, um ihr digitales Business mit der nötigen Sicherheit auszubauen."

Zum ThreatMetrix Cybercrime Report

Der Cybercrime Report 2017 von ThreatMetrix bietet einen Rückblick auf das vergangene Jahr und basiert auf den tatsächlich erfolgten Aktivitäten von Cyberkriminellen. Diese wurden von Januar bis Dezember 2017 durch die Echtzeitanalyse von betrügerischen Online-Zahlungen, Log-in-Versuchen und Angriffen mit manipulierten Accounts im ThreatMetrix Digital Identity Network® erkannt und abgewehrt.