Security Lagebericht

Splunk veröffentlicht seinen Security Lagebericht 2025

, Splunk | Autor: Herbert Wieler

Vernetzte Sicherheitsprozesse sind dringend notwendig – Unternehmen sollten dringend umdenken

Splunk, führender Anbieter im Bereich Cybersecurity und Observability, hat heute seinen aktuellen Lagebericht Security 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen: In vielen Unternehmen herrscht Alarmstimmung – denn Security-Teams kämpfen zunehmend mit technischen Hürden, Zeitdruck und wachsender Bedrohungslage.

Der Bericht beleuchtet die größten Stolpersteine in heutigen Security Operations Centers (SOCs). Ein zentrales Problem: Fast die Hälfte der Befragten (46 %) gibt an, mehr Zeit mit der Wartung von Sicherheitstools zu verbringen als mit dem tatsächlichen Schutz des Unternehmens. Gleichzeitig sagen nur 11 %, dass sie Künstlicher Intelligenz (KI) bei kritischen Sicherheitsaufgaben voll vertrauen. Besonders alarmierend: Zwei Drittel der Unternehmen (66 %) waren im vergangenen Jahr von Datenlecks betroffen – dem häufigsten Sicherheitsvorfall überhaupt.

Zwischen neuen Risiken und alten Problemen

Mit der zunehmenden Nutzung von KI – sowohl von Angreifern als auch Verteidigern – steigt der Druck auf Unternehmen, ihre Sicherheitsstrategien neu zu denken. Splunk empfiehlt, Security-Teams stärker zu vernetzen und KI gezielt einzusetzen – jedoch nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum menschlichen Know-how.

„KI ist inzwischen ein fester Bestandteil bei der Bedrohungserkennung und Analyse“, erklärt Michael Fanning, CISO bei Splunk. „Aber sie ersetzt den Menschen nicht. Im Gegenteil: Die besten Ergebnisse erzielen Teams, wenn sie KI gezielt einsetzen, um menschliche Fähigkeiten zu stärken – vor allem dann, wenn schnelle und fundierte Entscheidungen gefragt sind.“

Auch Nate Lesser, CISO am Children’s National Hospital, sieht in KI einen wichtigen Hebel: „Sicherheitsteams stehen unter enormem Druck – wachsende Bedrohungslage, Fachkräftemangel und eine Flut an Alarmen. Automatisierung und KI helfen uns, effizienter zu arbeiten und unser Unternehmen widerstandsfähig zu halten.“

Woran es in den SOCs hapert

Ein Großteil der Herausforderungen in SOCs ist hausgemacht – durch ineffiziente Prozesse und unzusammenhängende Tools. Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht:

Das Ergebnis: Zeit geht verloren, Alarme stapeln sich, die Reaktionsfähigkeit leidet.

Wenn der Druck zu groß wird

Doch nicht nur die Technik macht Probleme – auch menschlich stehen viele SOCs am Limit:

KI allein ist keine Lösung – aber eine echte Hilfe

Viele Unternehmen setzen inzwischen verstärkt auf KI – und spüren erste Erfolge: 59 % berichten von Effizienzgewinnen, 56 % sehen den Ausbau von KI in Sicherheitsprozessen als Top-Priorität für dieses Jahr. Ein Drittel der Unternehmen möchte damit den Fachkräftemangel abfedern. Besonders hohes Potenzial wird domänenspezifischer, also speziell auf den Sicherheitskontext trainierter KI zugesprochen. 63 % halten sie für effektiver als frei verfügbare Tools. Klar ist aber auch: Ohne menschliche Kontrolle funktioniert es nicht. Vertrauen entsteht nur, wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Anwendungsbereiche, in denen KI besonders hilfreich ist:

Einheit statt Silos: Warum vernetzte Sicherheitsplattformen entscheidend sind

Ein weiterer wichtiger Hebel ist der technologische Schulterschluss: Wer auf eine integrierte Sicherheitsplattform setzt, profitiert von weniger Wartungsaufwand, schnelleren Prozessen und einer besseren Zusammenarbeit der Teams.

Die Zahlen sprechen für sich:

Über die Studie

Für den Bericht befragte Oxford Economics im Auftrag von Splunk zwischen Oktober und Dezember 2024 insgesamt 2.058 Fachleute im Bereich Cybersicherheit – darunter leitende Sicherheitsverantwortliche, SOC-Manager und Analysten. Die Umfrage deckt neun Länder und 16 Branchen ab, darunter Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen, öffentliche Hand, Fertigung, Technologie, Telekommunikation und mehr.