Active Adversary Report

Sophos Report zeigt: Mehrheit der Cyberangriffe erfolgt über externe Remote-Dienste

, Sophos | Autor: Herbert Wieler

Kompromittierte Zugangsdaten bleiben Hauptursache für Cyberangriffe

Sophos hat den "Sophos Active Adversary Report 2025 " veröffentlicht, der die Taktiken und Techniken von Cyberkriminellen auf Basis von über 400 Angriffen analysiert, die das MDR-Team (Managed Detection and Response) und die Incident-Response-Spezialisten im Jahr 2024 untersucht haben. Die Analyse zeigt, dass Angreifer in 56 Prozent der Fälle über externe Remote-Dienste Zugriff auf Netzwerke erhielten, indem sie gültige Anmeldeinformationen ausnutzten. Besonders betroffen waren Edge-Geräte wie Firewalls und VPNs.

Zum zweiten Mal in Folge sind kompromittierte Zugangsdaten die Hauptursache für Angriffe (41 Prozent), gefolgt von der Ausnutzung von Sicherheitslücken (22 Prozent) und Brute-Force-Angriffen (21 Prozent).

Angriffe werden schneller

Das Sophos X-Ops Team analysierte gezielt Ransomware-, Datenexfiltrations- und Datenerpressungsfälle, um die Geschwindigkeit von Cyberangriffen innerhalb eines Unternehmens zu messen. Im Durchschnitt dauerte es lediglich 73 Stunden vom Angriffsbeginn bis zur Datenexfiltration – also knapp drei Tage. Zwischen der Exfiltration und der Entdeckung vergingen im Schnitt nur 2,7 Stunden.

"Passive Sicherheit reicht nicht mehr aus", erklärt John Shier, Field CISO bei Sophos. "Vorbeugung ist wichtig, aber eine schnelle Reaktion ist entscheidend. Unternehmen müssen ihre Netzwerke aktiv überwachen und verdächtige Aktivitäten sofort untersuchen. Professionelle Cyberkriminelle agieren koordiniert – Unternehmen benötigen daher eine ebenso koordinierte Verteidigung, die geschäftsspezifisches Wissen mit Experten-geführter Erkennung und Reaktion kombiniert. Unser Bericht zeigt, dass Organisationen mit aktiver Überwachung Angriffe schneller erkennen und abwehren."

Weitere Ergebnisse des Sophos Active Adversary Reports 2025: