MDR
Obrela nennt die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines MDR-Dienstleisters
Wie Managed Detection and Response Unternehmen hilft, ihre Cybersicherheit zukunftssicher aufzustellen
Cyberangriffe entwickeln sich ständig weiter – neue Taktiken, neue Tricks, neue Technologien. Für Unternehmen wird es immer schwieriger, mitzuhalten. Statt einer durchdachten Sicherheitsarchitektur finden sich in vielen IT-Umgebungen Flickenteppiche aus einzelnen Tools und Lösungen, die nicht wirklich zusammenspielen. Genau hier setzt Managed Detection and Response (MDR) an: als ganzheitlicher Sicherheitsansatz, der Bedrohungen nicht nur erkennt, sondern aktiv dagegen vorgeht – rund um die Uhr.
Doch der Markt für MDR wächst schnell – und mit ihm die Zahl der Anbieter. Wie erkennt man, welcher Service wirklich zu den eigenen Anforderungen passt? Die Cybersicherheitsexperten von Obrela haben die wichtigsten Auswahlkriterien in einer übersichtlichen Checkliste zusammengestellt.
Warum MDR jetzt so gefragt ist
Laut dem aktuellen Gartner Market Guide for Managed Detection and Response Services ist das Interesse an MDR-Diensten allein im letzten Jahr um fast 30 % gestiegen. Kein Wunder: MDR-Lösungen bieten Unternehmen nicht nur ein Sicherheitsnetz, sondern echte Handlungsfähigkeit im Ernstfall. Doch bei der Auswahl gilt: Nicht jeder Anbieter hält, was er verspricht.
Zehn Fragen, die Sie jedem MDR-Anbieter stellen sollten
Ist das Security Operations Center wirklich rund um die Uhr besetzt?
Ein 24/7-SOC ist kein Marketingversprechen, sondern ein Muss. Nur wenn qualifizierte Analysten auch nachts und an Wochenenden im Einsatz sind, kann Ihr Unternehmen jederzeit auf Vorfälle reagieren.
2. Wie läuft das Onboarding ab – klar strukturiert oder eher ad hoc?
Ein transparenter Startprozess mit klaren Meilensteinen sorgt dafür, dass alle Beteiligten wissen, was wann passiert – von der Installation bis zur ersten realitätsnahen Angriffssimulation.
3. Wer hilft beim Thema Compliance?
MDR ist mehr als Schutz – es ist auch Unterstützung bei rechtlichen Anforderungen. Gute Anbieter liefern Reports für GDPR, NIS2 & Co. gleich mit und helfen bei Audits und Risikobewertungen.
4. Wie sieht das Incident-Response-Konzept aus?
Wie schnell und zuverlässig reagiert der Dienstleister im Ernstfall? Gibt es klare Prozesse, dedizierte Teams und genug Ressourcen, um auch mehrere Vorfälle gleichzeitig zu bewältigen?
5. Können im Notfall auch Remote-Maßnahmen ergriffen werden?
Ob infizierte Geräte vom Netz genommen oder verdächtige Prozesse gestoppt werden müssen – wichtig ist, dass Maßnahmen schnell und sicher eingeleitet werden können, idealerweise direkt über integrierte Plattformen wie EDR oder XDR.
6. Wie erkennt der Service Zero-Day-Bedrohungen?
Moderne Angriffe lassen sich nicht immer durch klassische Signaturen entdecken. Deshalb braucht es KI-gestützte Verhaltensanalysen, aktuelle Threat-Intelligence-Feeds und menschliches Know-how.
7. Welche Bedrohungsdaten werden verwendet – und wie aktuell sind sie?
Gute MDR-Anbieter setzen nicht auf Masse, sondern auf Relevanz. Dazu gehören eigene Forschungsdaten, Open-Source-Intelligence (z. B. MISP) und der Austausch mit Sicherheits-Communities wie ENISA.
8. Wie breit ist die Überwachung aufgestellt?
Eine starke MDR-Lösung deckt nicht nur klassische IT ab, sondern auch Cloud-Umgebungen, mobile Geräte, IoT-Komponenten und industrielle Systeme (OT). Nur so entsteht ein vollständiges Lagebild.
9. Ist der Schutz von OT-Umgebungen mit drin?
Gerade in kritischen Infrastrukturen sind industrielle Steuerungssysteme ein sensibles Ziel. Der MDR-Anbieter sollte Erfahrung mit OT-Protokollen haben und diese in die Sicherheitsüberwachung einbeziehen.
10. Wie gut passt der Service in bestehende Systeme?
Eine gute MDR-Lösung fügt sich nahtlos in vorhandene Tools ein – ohne aufwendige Umbauten. Wichtig sind Schnittstellen (APIs, syslog, Agenten) und eine bidirektionale Kommunikation mit bestehenden Lösungen wie SIEM, EDR oder IAM.
Fazit: MDR ist keine Standardlösung – sondern eine strategische Entscheidung
„Die Auswahl eines MDR-Partners ist ein wichtiger Schritt – und sollte immer auf die individuellen Sicherheitsanforderungen abgestimmt sein“, sagt Stefan Bange, Geschäftsführer von Obrela in Deutschland. „Ob Branche, gesetzliche Vorgaben oder technologische Infrastruktur – jedes Unternehmen hat andere Voraussetzungen. Deshalb braucht es am Anfang eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Und wie sieht eine Lösung aus, die uns nicht nur heute, sondern auch morgen schützt?“
Whitepaper-Tipp
Eine ausführliche MDR-Checkliste mit weiteren wichtigen Fragen und Hintergrundinformationen finden Sie im kostenlosen Whitepaper „20 Critical Questions to Identify the Right MDR Provider for Your Business “.