Banking-Trojaner

Neuer Banking-Trojaner „Maverick“: BlueVoyant deckt raffinierte WhatsApp-Angriffe auf

, BlueVoyant

Maverick nutzt WhatsApp als Einstiegsweg

Von Eric Litowsky, Sales Director BlueVoyant

Forensik-Teams von BlueVoyant haben in Brasilien einen neuen, technisch hochentwickelten Banking-Trojaner entdeckt: Maverick . Er knüpft an frühere Varianten wie Coyote an – übertrifft sie aber in Technik, Tarnung und Professionalität. Besonders brisant: Maverick nutzt WhatsApp als Einstiegsweg und lädt seine Schadsoftware modular und in mehreren Stufen nach. Das macht ihn schwerer zu erkennen und noch schwieriger zu entfernen.

Eric Litowsky, Regional Director

Der Angriff beginnt typischerweise mit einer ZIP-Datei, die das Ziel per WhatsApp erhält. Darin versteckt sich eine vermeintliche Verknüpfung (.lnk), die beim Öffnen automatisch eine PowerShell-Routine startet. Diese lädt ein .NET-basiertes Installationsprogramm (den „Stage-1-Downloader“), das anschließend weitere Schadmodule aus dem Internet nachlädt. Diese gestaffelte Download-Strategie verschleiert die eigentliche Malware und erschwert Analyse und Abwehr erheblich.

Die Untersuchungen von BlueVoyant haben gezeigt, dass Maverick aus zwei zentralen Modulen besteht, die über den Installer aktiviert werden:

Zwar erinnert der Aufbau an den älteren Trojaner Coyote, doch das BlueVoyant-Team konnte klar erkennen, dass die Angreifer den Schadcode massiv weiterentwickelt haben:

Was Banken jetzt tun sollten

Um verdächtige Aktivitäten früh zu erkennen und Maverick-Angriffe zu stoppen, empfehlen die BlueVoyant-Experten unter anderem:

BlueVoyant wird die laufende Kampagne weiterhin genau verfolgen. Da die Angreifer ihre Infrastruktur und die Authentifizierungsmechanismen der Loader regelmäßig ändern, ist es entscheidend, die Erkennung von Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) kontinuierlich aktuell zu halten. Banken – nicht nur in Brasilien – sollten diese Hinweise berücksichtigen und zeitnah in ihre Sicherheitsarchitektur integrieren.