Ransomware

Neue Ransomware-Studie von Zscaler zeigt die am stärksten betroffenen vertikalen Branchen

, San Jose, Zscaler | Autor: Herbert Wieler

Doppel-Erpressungsangriffe verursachen erhebliche Geschäftsunterbrechungen

Zscaler, Inc. (NASDAQ: ZS), führender Anbieter von Cloud Security, hat heute seinen neuen Ransomware-Report vorgestellt, der eine Analyse der wichtigsten Ransomware-Trends und Details zu den produktivsten Ransomware-Akteuren, ihren Angriffstaktiken und den am stärksten bedrohten Branchen enthält. Das Forschungsteam des Zscaler ThreatLabz analysierte über 150 Milliarden Plattformtransaktionen und 36,5 Milliarden blockierte Angriffe zwischen November 2019 und Januar 2021, um Ransomware-Varianten und ihre Herkunft zu identifizieren und diese zu stoppen. Der Report zeigt ein wachsendes Risiko durch „Double-Extortion“-Angriffe, die zunehmend von Cyber-Kriminellen genutzt werden, um den Geschäftsablauf von Unternehmen zu stören, indem Daten als Geiseln für Lösegelderpressungen verschlüsselt werden.

„In den letzten Jahren ist die Bedrohung durch Ransomware-Infektionen immer gefährlicher geworden. Neue Methoden wie doppelte Erpressung und DDoS-Attacken machen es Cyberkriminellen leicht, große Organisationen zu sabotieren und deren Ruf nachhaltig zu schädigen“, sagt Deepen Desai, CISO und VP of Security Research bei Zscaler . „Unser Team geht davon aus, dass Ransomware-Angriffe zunehmend zielgerichteter ausgeführt werden, wobei Cyberkriminelle die Unternehmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einer Lösegeldzahlung ins Visier nehmen. Wir haben die jüngsten Ransomware-Angriffe analysiert, bei denen Cyberkriminelle beispielsweise den Cyber-Versicherungsschutz des Opfers sowie kritische Supply Chain-Anbieter kannten, wodurch die Unternehmen erst ins Fadenkreuz gerieten. Daher ist es für Unternehmen wichtig, das Risiko von Ransomware besser zu verstehen und die richtigen Vorkehrungen zu treffen, um Angriffe zu vermeiden. Das beginnt beim Patchen von Schwachstellen, regelmäßigem Backup von Daten und reicht bis zur Schulung von Mitarbeitern, verdächtige E-Mails zu erkennen. Darüber hinaus sollten Strategien zur Vermeidung von Datenverlusten implementiert und eine Zero-Trust-Architektur eingesetzt werden, um die Angriffsfläche zu minimieren und laterale Bewegungen der Angreifer zu verhindern.“

Double-Extortion als neue, bevorzugte Methode

Seit Ende 2019 beobachtet das ThreatLabz eine wachsende Vorliebe für „Double-Extortion“-Angriffe bei einigen der aktiveren und erfolgreicheren Ransomware-Familien. Diese Angriffe zeichnen sich durch eine Kombination aus der Verschlüsselung sensibler Daten durch böswillige Akteure und der Exfiltration der bedeutsamsten Dateien aus, um Lösegeld zu fordern. Betroffene Organisationen werden selbst wenn sie ihre Daten aus Backups wiederherstellen können, dadurch bedroht, dass die gestohlenen sensiblen Daten veröffentlicht um der Erpressung Nachdruck zu verleihen. Ende 2020 stellte das Team fest, dass diese Taktik durch synchronisierte DDoS-Angriffe erweitert wurde, die die Webseiten der Opfer überlasten und damit zusätzlichen Druck auf die Organisationen ausüben.

Laut Zscaler ThreatLabZ waren in den letzten zwei Jahren verschiedene Branchen von solchen Ransomware-Angriffen mit doppelter Erpressung betroffen. Zu den am häufigsten angegriffenen Branchen zählen:

  1. Fertigungsindustrie (12,7 %)
  2. Dienstleistungen (8,9 %)
  3. Transport (8,8%)
  4. Einzel- und Großhandel (8,3%)
  5. Technologie (8 %)

Die aktivsten Ransomware-Familien

Im Laufe des letzten Jahres hat ThreatLabz sieben „Familien“ von Ransomware identifiziert, die häufiger anzutreffen waren als andere. Im Report 2020 wurden die Ursprünge und Taktiken der folgenden hochaktiven Gruppen betrachtet:

Im Rahmen der Zenith Live 2021 im Juni erläutert Deepen Desai mehr Hintergrund in seinem Vortrag „ThreatLabZ: Insights from the Front Lines of the World’s Largest Security Cloud“. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist unter diesem Registrierungslink hier r möglich.