Social Engineering - Security Awareness

Knowbe4: Social Engineering wird sich nicht verhindern lassen

, München, Knowbe4 | Autor: Herbert Wieler

Beliebte Social Engineering-Methoden

Von Jelle Wieringa, Security Awareness Advocate bei Knowbe4

Jelle Wieringa, Security Awareness Advocate bei KnowBe4

Social Engineering ist älter als das Internet selbst. Experten führen den Begriff auf das sogenannte Phreaking zurück. Hier wurden Telefongesellschaften von angeblichen Systemadministratoren telefonisch kontaktiert, um neue Passwörter für kostenlose Modemverbindungen zu erhalten. Hackerlegenden wie Kevin Mitnick haben den Begriff populär gemacht und seit der Revolution des Internets ist er in aller Munde. Das Problem bei Social Engineering ist, dass es so schwierig ist, sich dagegen zu schützen. Die Art des Betrugs setzt beim Menschen an und überall wo Menschen arbeiten und besonders dann, wenn Menschen unter Stress arbeiten, ist Social Engineering besonders effektiv. Wenig verwunderlich, dass die Methode von Cyberkriminellen rund um die Welt eingesetzt wird, um viel Geld mit kopierten Daten und erpressten Kryptowährungen zu verdienen. Studien zu Cybercrime und Co. wie der DBIR von Verizon führen deshalb auch Social Engineering als eine der wichtigsten Angriffsarten auf.

Phishing ist die wohl weitläufig bekannteste Art des Social Engineering. Doch es gibt noch viele andere, in einem Video mit Hackerlegende Kevin Mitnick wurden die wichtigsten Social Engineering-Methoden zusammengefasst. Dabei handelt es sich um Pretexting, Diversion Theft, Spear Phishing, Water-Holing, Baiting, Quid-Pro-Quo, Tailgating, Honeytrap und Rogue.

Fazit

Unternehmen können noch so viel in technische Sicherheitsmaßnahmen investieren, der menschliche Faktor bleibt eine Schwachstelle, wenn er nicht regelmäßig trainiert wird. Social Engineering bleibt und wird weiter eingesetzt werden, nicht nur, weil es sehr effektiv ist, sondern auch, weil es der einfachste Weg für Cyberkriminelle ist, ihr Ziel zu erreichen. Mitarbeiter müssen in einem New School Security Awareness-Training kontinuierlich und abwechslungsreich darauf hingewiesen werden, wie sie Social Engineering erkennen, egal, ob sie auf der Arbeit vor einem Computer sitzen, ob sie privat auf ihrem Mobilfunkgeräte unterwegs sind, oder aber auf Reisen oder aber im Home Office andere nicht autorisierte Geräte benutzen. Die Gefahr bleibt immer gleich, ein falscher Klick genügt den Angreifern, um sich Zugriff zu verschaffen und den Ball ins Rollen zu bringen.