Umfrage

KI im Spannungsfeld zwischen Fortschritt und Risiko

, Ping Identity | Autor: Herbert Wieler

Warum jetzt der Moment für sicheres Handeln ist

Von Peter Barker, Chief Product Officer bei Ping Identity

Künstliche Intelligenz steht aktuell an einem spannenden Wendepunkt. Was vor Kurzem noch nach Science-Fiction klang, ist längst Realität: KI hilft, Leben im Gesundheits- und Transportwesen zu retten – und ermöglicht sogar die digitale Wiederbelebung verstorbener Persönlichkeiten wie Suzanne Somers. Gleichzeitig wächst die Sorge um die Sicherheit dieser Technologie. Noch nie waren die Bedenken rund um Datenschutz und Missbrauch durch Cyberkriminelle so groß wie heute.

Dabei ist KI nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung. Richtig eingesetzt, kann sie helfen, Angreifer zu erkennen und abzuwehren. Die beste Strategie ist jedoch ein hybrider Ansatz: klassische Sicherheitsmaßnahmen kombiniert mit intelligenter Technologie.

Vertrauen der Verbraucher bröckelt

Peter Barker, Chief Product Officer bei Ping Identity

Eine aktuelle Umfrage zeigt : Das Vertrauen der Menschen in Unternehmen, die ihre Daten verwalten, sinkt spürbar. 97 % der Befragten sorgen sich um die Sicherheit ihrer persönlichen Informationen im Netz. Nur 8 % vertrauen den Firmen uneingeschränkt – das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. In einer digitalen Welt, in der Vertrauen zur Währung wird, müssen Unternehmen jetzt handeln. Die Kundenerwartungen steigen: Nutzer wollen sichere, einfache und transparente Online-Erlebnisse. Technologien wie KI und dezentrale Identitätslösungen bieten hier große Chancen – aber nur, wenn sie verantwortungsvoll und nutzerfreundlich eingeführt werden. Wer früh investiert, wird sich durch ein besseres Kundenerlebnis deutlich abheben.

Generative KI als neue Bedrohung

Gleichzeitig erleben wir eine neue Welle digitaler Gefahren: Deepfakes, Identitätsbetrug und manipulierte Medien sind auf dem Vormarsch. Ein Bericht der AARP schätzt, dass Identitätsdiebstahl und Betrug die US-Bevölkerung 2024 rund 47 Milliarden Dollar kosten werden – Tendenz steigend.

Auch Unternehmen sind im Visier dieser Angriffe. Besonders bedenklich sind:

Die Technik ist dabei so fortschrittlich, dass wir uns nicht mehr auf das verlassen können, was wir sehen oder hören. KI-generierte Inhalte lassen sich in Sekundenschnelle erstellen und in alltägliche Prozesse einschleusen. Schon jetzt stoßen viele Betrugsabteilungen an ihre Grenzen – und der Druck steigt.

Jetzt handeln – mit klarem Blick auf die Risiken

Wir stehen an einem kritischen Punkt: Unternehmen müssen neue Wege im Risikomanagement einschlagen, um mit der Geschwindigkeit und Raffinesse generativer KI Schritt zu halten. Kriminelle nutzen diese Tools bereits, um gezielt Marken zu schädigen, Lieferketten zu stören oder interne Systeme zu infiltrieren. Wenn wir nicht entschlossen gegensteuern, droht der Vertrauensverlust – bei Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit. Entscheidend wird sein, traditionelle Sicherheitsmaßnahmen mit moderner KI zu verknüpfen. Nur so bleiben Unternehmen widerstandsfähig und können sich in dieser neuen Ära behaupten.