Ransomware und ERP

KI-gestützte Ransomware-Angriffe auf ERP-Systeme abwehren

, abtis | Autor: Viktor Neugebauer

Ransomware und ERP

Von Viktor Neugebauer, abtis

ERP-Systeme rücken als lohnende Angriffsziele immer mehr ins Visier von Cyberkriminellen. Das Research-Unternehmen Onapsis berichtet beispielsweise in seinem Ch4tter Report für SAP über seit Jahren rasant steigende Ransomware Incidents mit kompromittierten ERP-Systemen. Auch beobachten die Security-Spezialisten eine enorme Zunahme an Beiträgen zu Vulnerabilitäten von ERP-Systemen in einschlägigen Darknet-Foren. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz werden Angriffe immer ausgefeilter und treffsicherer. KI ermöglicht es, Schwachstellen in ERP-Systemen schneller zu identifizieren, Angriffe präziser zu gestalten und herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen einfacher zu umgehen.

Viktor Neugebauer, Head of Marketing, abtis

Den Hackern stehen im Mittelstand häufig IT-Teams gegenüber, die oftmals personell unterbesetzt und von vielen parallelen Projekten zur Digitalisierung ausgezehrt sind und daher kaum in der Lage, sich die rasant steigenden Mengen an notwendigem Detailwissen zeitnah anzueignen.

So ist eine Situation entstanden, die offensichtlich erhebliche Schäden verursacht. In einer Studie nennt Onapsis folgende Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz: 86% der für diese Studie befragten Unternehmen erleben mindestens einen Ransomware-Angriff im Jahr – die Mehrheit sogar deutlich mehr. 62% der geschädigten Unternehmen hatten Ausfälle von mehr als 24 Stunden zu verkraften und bei 9 von 10 Unternehmen war das ERP-System betroffen. 55% der Unternehmen haben mindestens einmal das geforderte Lösegeld gezahlt.

Das ist eine sehr ernüchternde Bilanz. Ein Blick auf die typischen Ursachen bringt weitere Ernüchterung: Häufig sind die genutzten Exploits in den ERP-Systemen seit langem bekannt und die Hersteller bieten entsprechende Patches an, die aber aus verschiedenen Gründen nicht eingespielt wurden. Die IT-Teams sind von der Menge und Komplexität der notwendigen Maßnahmen in der IT-Security schlichtweg überfordert. Zudem können sie das erforderliche 24/7 Security Monitoring mit hochspezialisierten Werkzeugen weder personell noch mit Blick auf Erfahrung und Toolausstattung leisten.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet eine grundlegende Neuorganisation der IT-Security im Unternehmen. Dazu sollte der Mittelstand die IT-Sicherheit in die Hände externer Profis legen, die mit dedizierten Security Operations Center as a Service (SOCaaS) Angeboten alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen rund um die Uhr überwachen und umsetzen können. Das ist eine ebenso wirksame wie kosteneffiziente Lösung, um Unternehmen vor den wachsenden Bedrohungen zu schützen. Bei der Anbieterauswahl sind mittelständische Unternehmen gut beraten, sich für einen Anbieter zu entscheiden, der ihnen die gesamte Bandbreite an Beratungs- und Serviceleistungen aus einer Hand bieten kann.

Für die Bewertung des Anbieters hilft ein Blick auf folgende neun Leistungsmerkmale, die das notwendige Spektrum eines SOC ausmachen und die genannten Vorteile mit sich bringen.

Da Microsoft im Mittelstand in der Regel eine zentrale Rolle einnimmt, ist es sehr von Vorteil, wenn der Anbieter Security und SOC as a Service mit einem Microsoft-Technologie-Stack abbildet. Ein Indiz für die Leistungsfähigkeit eines Microsoft Partners ist beispielsweise die Auszeichnung als Verified MXDR Solution Partner von Microsoft oder eine Mitgliedschaft in der Microsoft Intelligent Security Association (MISA). Durch den Fokus auf Microsoft besteht zudem die Möglichkeit, moderne Sicherheitslösungen nahtlos in bestehende Microsoft-Umgebungen zu integrieren. Dies umfasst beispielsweise fortschrittliche Features wie Multi-Faktor-Authentifizierung, automatisiertes Schwachstellenmanagement und Risikobewertungen, die den Schutz von ERP-Systemen und anderen kritischen Infrastrukturen weiter erhöhen.

Ganzheitlicher, proaktiver Schutz ist der Schlüssel

Die zunehmenden Angriffe auf ERP-Systeme erfordern ein Umdenken in der Cybersicherheitsstrategie vieler Unternehmen. ERP-Systeme sind das Rückgrat eines Unternehmens und ihre Absicherung darf nicht dem Zufall überlassen werden. Ein guter SOC-Service bietet eine umfassende, kosteneffiziente und zukunftsorientierte Lösung, um ERP-Systeme und die sie umgebenden kritischen Infrastrukturen optimal zu schützen. 24/7-Überwachung, KI-gestützte Bedrohungserkennung, erweiterte Identitätssicherheit und proaktive Maßnahmen bieten den Schutz, den moderne Unternehmen benötigen, um den immer raffinierteren Cyberangriffen einen Schritt voraus zu sein. Unternehmen, die ihre Sicherheitsstrategie in die Hände eines hochqualifizierten SOC-Partners legen, sind in der Lage, die aktuellen Herausforderungen der Cybersicherheit effektiv zu meistern und sich auf ihre Kernprozesse zu konzentrieren. Die interne IT wird aus dem wenig befriedigenden Hamsterrad des Wettlaufs mit Cyberkriminellen befreit und kann sich stärker ihrer eigentlichen Rolle als Motor für Innovation und Veränderung im Unternehmen widmen. Durch SOC as a Service geht der Mittelstand sicher und gestärkt in eine digitale Zukunft.