Apple Sicherheit

Keine Angst vor Cyberattacken: Wie sicher ist Apple wirklich?

Wer ein iPhone oder Mac nutzt, muss sich über Security keine Sorgen machen, oder? Das ist zumindest das seit Jahren immer weitergegebene Mantra, das unter Apple-Jüngern als Fakt gilt. Nüchtern betrachtet stimmt das nicht. Selbst wenn die Betriebssysteme von Apple weniger anfällig sind als die der Konkurrenz, können Malware und andere Gefahren auch die Geräte des Tech-Konzerns betreffen. Schauen wir uns an, was wirklich dahinter steckt.

Komfortabler Umgang mit eigenen Daten und Dateien

MacOS und iOS machen die Verwaltung eigener Dateien und den Schutz eigener Daten einfach. Wer mit dem Mac doppelte Fotos löschen möchte, braucht dazu keine IT-Kenntnisse, selbst Malware lässt sich über den Finder einfach beseitigen.

Geht es um Datenschutz wird Apple sogar von der Deutschen Gesellschaft für Datenschutz gelobt. Während Google Daten nutzt, um userbasierte Werbung zu schalten, hält sich Apple zurück. Der Konzern legt Wert auf den Schutz von Kundendaten und hat sich damit über die Jahre ein Image aufgebaut. Ganz so arglos ist der Konzern aber zumindest laut DGD doch nicht.

Apple nutzt ebenfalls Standortdaten, um die eigenen Kunden besser kennenzulernen. Und wer seine Bilder per iMessage überträgt, erhält kostenlos ein Backup on Top. Das wiederum kann von versierten Hackern durchaus angegriffen werden.

Nutzer beeinflussen ihre eigene Sicherheit mit

Der gute Ruf von Apple basiert unter anderem darauf, dass es nur sehr selten Berichte über Hackerangriffe auf Mac-Geräte gab. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen möchte, sollte aber darauf nicht nahtlos vertrauen. Es gibt immer wieder Apps, die VPNs und Firewalls umgehen können. Das sind Schwachstellen im System, die zum Risikofaktor für den Nutzer werden.

Und auch zu Siri gab es in der Vergangenheit viel Kritik. So existierten Sicherheitslücken, die Tonaufnahmen für dritte Personen zugänglich machten. Nutzer sind dazu angehalten, selbst aktiv zu werden. Wer einen Dienst nutzt muss wissen, auf welche Daten er zugreifen und welche Dienste er nutzen kann und muss.

Sicher oder nicht? Was iPhone-Nutzer beachten müssen

Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 2022 mitteilte, erfüllt Apple seine Sicherheitsversprechen bei handelsüblichen Geräten . Ein großer Security-Dienst machte 2023 dann ganz andere Erfahrungen. Das Management wurde angegriffen und das, obwohl in der dienstlichen Kommunikation ausschließlich iPhones genutzt wurden.

Seither ist der Konzern überzeugt, dass die Sicherheit von iPhones auch kein Selbstläufer ist. Genau der Gedanke, dass Apple keine Hacker zulässt, sorgt für fatale Fehler. User der Geräte interessieren sich nicht für potenzielle Gefahren, denn „Apple ist ja sicher“.

Wer aber wirklich sicher sein möchte, muss sich potenzieller Gefahren bewusst sein. Mac und iPhone sind keine uneinnehmbaren Festungen, sie können das Opfer von Malware und Viren werden.

Die einzig gute Nachricht ist, dass sie sich relativ leicht wieder entfernen lassen. Drittanbieterprogramme scannen nicht nur das System, sondern helfen dabei, gefährliche und störende Malware zu entsorgen.

Und was das Thema Datenschutz angeht, sitzt das größte Problem oft nur wenige Meter vom Computer entfernt. Sichere Passwörter, 2-Faktor-Authentifizierung und Awareness für Attacken wie Phishing sind auch dann wichtig, wenn das Gerät auf maximalen Datenschutz setzt. Wer seine Daten freiwillig weitergibt, kann dem Gerät die Schuld dafür nicht geben.