SaaS
Keepit sichert sich 90 Mio US-Dollar: Warum unveränderliche Backups jetzt zur KI-Grundlage werden
90 Mio. USD für KI-gestützte SaaS-Backups und Data Governance
Unternehmen investieren massiv in KI – doch ohne vertrauenswürdige Daten bleibt jede Automatisierung ein Risiko. Genau hier setzt Keepit an: Der Anbieter für unabhängige, unveränderliche SaaS-Datensicherung stockt seine Kreditfazilitäten auf 90 Millionen US-Dollar auf und verlängert die Finanzierung. Der Schritt zeigt, wie stark der Markt für sichere Backup-Daten, Compliance und KI-gestützte Data Governance derzeit an Bedeutung gewinnt.
Keepit hat die Refinanzierung und Aufstockung seiner Kreditfazilitäten auf insgesamt 90 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Unterstützt wird das Unternehmen weiterhin von HSBC Innovation Banking sowie dem Export- und Investitionsfonds Dänemarks, EIFO. Die Finanzierung soll Keepits nächste Wachstumsphase absichern – insbesondere den Ausbau KI-gestützter Dienste rund um Data Governance, Compliance und die Nutzung geschützter Backup-Daten.
Für Unternehmen kommt die Entwicklung zu einem entscheidenden Zeitpunkt. SaaS-Anwendungen wie Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce oder andere Cloud-Plattformen enthalten längst geschäftskritische Daten. Gleichzeitig steigt der Druck durch Cyberangriffe, regulatorische Anforderungen und den wachsenden Einsatz generativer KI. Wer KI-Systeme mit unsicheren, manipulierten oder unvollständigen Daten trainiert oder betreibt, riskiert falsche Entscheidungen, Compliance-Probleme und Vertrauensverlust.
Keepit positioniert seine Plattform deshalb nicht nur als Backup-Lösung, sondern als vertrauenswürdige Datenbasis. Das Unternehmen spricht von unveränderlichen, verifizierten und zeitpunktbezogenen Backups, die Kunden als belastbare Quelle für KI-Workloads, Analysen und Compliance-Prozesse nutzen können. Gerade in regulierten Branchen kann ein anbieterunabhängiges und manipulationssicheres Backup zu einem zentralen Baustein der Cyberresilienz werden.
Die neue Finanzierungsstruktur konsolidiert und verlängert bestehende Konditionen. Sie folgt auf eine Eigenkapitalrunde über 50 Millionen US-Dollar im Dezember 2024 sowie eine zuvor angekündigte Aufstockung um 60 Millionen US-Dollar im September 2025. Nach Angaben des Unternehmens spiegelt die erneuerte Unterstützung durch die Finanzierungspartner das Vertrauen in Keepits Wachstumskurs und langfristige Marktchancen wider.
Mit den zusätzlichen finanziellen Spielräumen will Keepit vor allem Produktinnovationen beschleunigen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem entstehenden Portfolio KI-gestützter Dienste. Diese sollen Unternehmen dabei helfen, geschützte Daten besser zu verwalten, zu durchsuchen und daraus geschäftlichen Mehrwert zu gewinnen. Parallel plant Keepit den Ausbau seiner Go-to-Market-Aktivitäten sowie eine stärkere Durchdringung des Enterprise-Segments.
Keepit verweist auf eine wachsende Kundenbasis von mehr als 25.000 Organisationen. Besonders in regulierten Branchen konnte das Unternehmen demnach neue Enterprise-Kunden gewinnen. Dort sind unveränderliche, unabhängige Backups nicht nur eine technische Sicherheitsmaßnahme, sondern zunehmend Teil von Governance-, Compliance- und Risikomanagement-Strategien.
Morten Felsvang, Mitgründer und CEO von Keepit , sieht in der Refinanzierung einen klaren Vertrauensbeweis der Bankpartner. Das Unternehmen habe das versprochene Wachstum geliefert und erhalte nun den finanziellen Spielraum, um die nächsten Meilensteine anzugehen. Dazu zählen laut Felsvang eine stärkere Enterprise-Durchdringung, der Ausbau des globalen Channels und die Einführung KI-gestützter Dienste, die Backup-Daten in aktiven Geschäftswert verwandeln sollen.
Auch Frederik Schouboe, Mitgründer und Chief Visionary Officer von Keepit, betont die strategische Rolle vertrauenswürdiger Daten. Jede Organisation brauche eine unabhängige, unveränderliche und jederzeit verfügbare Quelle der Wahrheit. Mit dem Vormarsch von KI werde dieses Fundament noch wichtiger. Keepit wolle Kunden künftig nicht nur beim Schutz ihrer Daten unterstützen, sondern sie auch befähigen, diese Daten sicher zu entdecken, zu verwalten und für neue Erkenntnisse zu nutzen.
Für den Markt ist die Finanzierung ein deutliches Signal: Backup wird nicht länger nur als Absicherung gegen Datenverlust verstanden. Im KI-Zeitalter wird die Fähigkeit, saubere, überprüfbare und manipulationssichere Daten bereitzustellen, zu einem strategischen Wettbewerbsvorteil. Keepit will genau diese Schnittstelle zwischen Cybersecurity, Compliance und künstlicher Intelligenz besetzen.
Zitat von HSBC Innovation Banking
„Diese jüngste Refinanzierung und Aufstockung spiegelt die Stärke unserer langjährigen Beziehung zu Keepit, EIFO und seinen Investoren wider. Wir freuen uns sehr, das Unternehmen über mehrere Jahre hinweg begleitet und mit ihm gewachsen zu sein, während es neue Meilensteine erreicht. Wir sind stolz darauf, die Wachstumswege von Innovatoren wie Keepit zu unterstützen, die die Stärke des dänischen Ökosystems auf der globalen Bühne unter Beweis stellen“, sagte Sebastian Penn, Head of Nordics bei HSBC Innovation Banking.
Zitat von EIFO
„Aus Sicht von EIFO ist Keepit ein herausragendes Beispiel dafür, was dänische Technologie auf globaler Bühne erreichen kann. Die Leistung im vergangenen Jahr hat die Erwartungen übertroffen, und die Roadmap für die Zukunft ― insbesondere die Entwicklung von KI-Diensten auf Basis eines einzigartig vertrauenswürdigen Datenfundaments ― stellt eine bedeutende Chance dar. Wir freuen uns sehr, unsere Partnerschaft zu erneuern und auszuweiten, während Keepit in diese spannende neue Phase eintritt“, sagte Signe Thustrup Kreiner, CCO SME bei EIFO.