Drainer-as-a-Service

Inferno Drainer ist zurück: Check Point warnt vor neuer Angriffswelle auf Krypto-Wallets

, Check Point | Autor: Herbert Wieler

Check Point Research (CPR), die IT-Forensik-Abteilung von Check Point Software Technologies Ltd. (NASDAQ: CHKP), meldet die Rückkehr eines der gefährlichsten Krypto-Drainer: Inferno Drainer . Trotz vermeintlicher Stilllegung im Jahr 2023 ist der berüchtigte Drainer-as-a-Service (DaaS) wieder aktiv und hat bereits Schäden in Höhe von über neun Millionen US-Dollar verursacht.

Neue Dimension des Krypto-Betrugs

Selbst in einem Umfeld stetig wachsender Cyberkriminalität sticht Inferno Drainer durch seine Hartnäckigkeit, technische Raffinesse und enorme Schadensbilanz hervor. Innerhalb der letzten sechs Monate konnten die Betreiber mehr als 30.000 Wallets kompromittieren. Dabei wurde die Schadsoftware deutlich weiterentwickelt und nutzt nun hochgradig verschleierte, schwer erkennbare Techniken.

Als DaaS-Modell bietet Inferno Drainer vollständige Angriffspakete inklusive Phishing-Infrastruktur, maßgeschneiderten Skripten und technischem Support – eine Professionalisierung, wie man sie sonst eher in legalen Start-ups vermuten würde.

Was ist neu im Jahr 2025?

Die aktuelle Version des Inferno Drainer zeigt eine Reihe innovativer Features:

So laufen die Angriffe ab

Abbildung 1: Linke Seite: Phishing-Website, Rechte Seite: Echte Collab.Land-Website, gehostet unter connect.collab.land (Check Point Software Technologies Ltd.).

Die Angreifer nutzen kompromittierte oder gefälschte Discord-Einladungen, um Nutzer unter einem Vorwand zur Verbindung ihrer Krypto-Wallets zu bewegen. Die nachgebildeten Oberflächen erscheinen authentisch – doch sobald eine Signatur erfolgt, sind die Token verloren. In vielen Fällen werden Berechtigungen für bösartige Smart Contracts erteilt, teils auch über sogenannte Permit2-Exploits, die eine Token-Übertragung ohne explizite Genehmigung ermöglichen.

Ausmaß des Schadens

Abbildung 2 – Gesamtbetrag der gestohlenen Gelder (in Millionen US-Dollar) im Zeitverlauf (Check Point Software Technologies Ltd.).

Schutzmaßnahmen für Nutzer und Unternehmen

Check Point schützt seine Kunden durch Technologien wie Quantum Gateway, Harmony Endpoint und ThreatCloud AI – inklusive Erkennungssignaturen wie Inferno.TC. oder Trojan.UNKNOWN.InfernoDrainer.A.