KI-Angriffe

HP Wolf Security Report: KI beschleunigt Low-Quality-Angriffe durch modulare Malware und Automatisierung

, HP Wolf Security | Autor: Herbert Wieler

Von Vibe Hacking bis hin zu Flat-Pack-Malware

Der aktuelle Report von HP Wolf Security zeigt, dass Cyberkriminelle zunehmend auf Künstliche Intelligenz setzen, um Angriffe schneller, flexibler und automatisierter umzusetzen. Statt auf besonders ausgefeilte Kampagnen zu setzen, liegt der Fokus auf Tempo, Skalierbarkeit und einfacher Anpassung – selbst wenn die Qualität der einzelnen Angriffe vergleichsweise gering ist.

HP Inc. (NYSE: HPQ) veröffentlicht seinen aktuellen Threat Insights Report, der deutliche Hinweise darauf enthält, dass Angreifer KI einsetzen, um ihre Kampagnen zu skalieren und zu beschleunigen. Cyber-Kriminelle priorisieren dabei Kosten, Aufwand und Effizienz gegenüber Qualität. Obwohl diese KI-gestützten Angriffe formelhaft und mit geringem Aufwand verbunden sind, umgehen sie die Abwehrmaßnahmen von Unternehmen.

Der HP Threat Report analysiert reale Cyber-Attacken. Er unterstützt Unternehmen dabei, mit den neuesten Techniken Schritt zu halten, die Angreifer einsetzen, um in der sich schnell verändernden Cyber-Kriminalitätslandschaft unentdeckt zu bleiben und in PCs einzudringen. Basierend auf Millionen von Endgeräten, auf denen HP Wolf Security* läuft, haben die HP Threat Researcher folgende Kampagnen identifiziert:

Alex Holland, Principal Threat Research, HP Security Lab, erklärt: „Es geht um das klassische Projektmanagement-Dreieck – Geschwindigkeit, Qualität und Kosten. Oft muss man eines davon opfern. Wir beobachten, dass viele Angreifer Geschwindigkeit und Kosten optimieren, nicht die Qualität. Sie nutzen KI nicht, um die Messlatte höher zu legen, sondern um schneller voranzukommen und den Aufwand zu reduzieren. Die Kampagnen selbst sind einfach aufgebaut, aber die unangenehme Realität ist: Sie funktionieren immer noch.“

HP Wolf Security erhält Einblicke in die neusten von Cyber-Kriminellen eingesetzten Techniken, indem es Bedrohungen isoliert, die den Erkennungswerkzeugen auf PCs entgangen sind – wobei Malware jedoch weiterhin sicher in sicheren Containern detonieren kann. Bis heute haben Kunden von HP Wolf Security über 60 Milliarden E-Mail-Anhänge, Webseiten und heruntergeladene Dateien angeklickt, ohne dass Verstöße gemeldet wurden.

Der Report untersuchte Daten aus dem Zeitraum Oktober bis Dezember 2025 und beschreibt detailliert, wie Cyber-Kriminelle ihre Angriffsmethoden weiter diversifizieren, um Sicherheitswerkzeuge zu umgehen, ohne dass Verstöße gemeldet werden.

Dr. Ian Pratt, Global Head of Security for Personal Systems bei HP Inc., kommentiert: „KI-gestützte Angriffe zeigen die Grenzen der detektionsbasierten Sicherheit auf. Angreifer generieren innerhalb von Minuten Malware und verpacken sie neu – detektionsbasierte Abwehrmaßnahmen können da nicht mithalten. Anstatt zu versuchen, jede Variante zu erkennen, müssen Unternehmen ihre Anfälligkeit reduzieren. Indem sie risikoreiche Aktivitäten – beispielsweise das Öffnen nicht vertrauenswürdiger Anhänge oder das Anklicken unbekannter Links – in einer isolierten Umgebung eindämmen, sind Unternehmen in der Lage, Bedrohungen zu stoppen, bevor sie Schaden anrichten, und eine Risikoklasse komplett zu beseitigen.“

Die Daten wurden von Oktober bis Dezember 2025 mit Zustimmung von HP Wolf Security-Kunden gesammelt und vom HP Threat Research Team untersucht