KI Gegen KI

Horizon3 verstärkt DACH-Präsenz: Oliver Keizers übernimmt als Country Manager

, Horizon3 | Autor: Herbert Wieler

KI gegen KI: Horizon3 startet mit Oliver Keizers seine DACH-Offensive

Nach einer Finanzierungsrunde über 250 Millionen US-Dollar treibt Horizon3 seine internationale Expansion voran. Mit Oliver Keizers an der Spitze des DACH-Geschäfts will der Cybersecurity-Anbieter die Nachfrage nach autonomen Sicherheitstests und kontinuierlicher Sicherheitsvalidierung erschließen.

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Geschwindigkeit von Cyberangriffen, sondern auch die Anforderungen an die Sicherheitsstrategien von Unternehmen. Kontinuierliche Angriffssimulationen und die Überprüfung tatsächlich ausnutzbarer Schwachstellen gewinnen deshalb zunehmend an Bedeutung. Horizon3 will diese Entwicklung für seine Expansion nutzen und hat Oliver Keizers zum neuen Country Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz ernannt.

Oliver Keizers soll DACH-Geschäft ausbauen

Oliver Keizers, Country Manager DACH bei Horizon3

Mit der Ernennung von Oliver Keizers setzt Horizon3 auf einen erfahrenen Manager aus der Cybersecurity-Branche. Keizers übernimmt die Verantwortung für den Ausbau der Marktpräsenz und die Umsetzung der Go-to-Market-Strategie in der DACH-Region.

Zuletzt war er als Vice President Sales Central EMEA bei Filigran tätig und verantwortete dort unter anderem die Geschäftsentwicklung im deutschsprachigen Markt. Zuvor leitete er als Area Vice President Central EMEA bei Semperis den Aufbau und die Entwicklung des regionalen Geschäfts. Weitere Erfahrung sammelte Keizers als Regional Director DACH bei Illumio, wo er die Marktpositionierung im Bereich Zero Trust Segmentation vorantrieb.

Mit seiner Verpflichtung will Horizon3 die regionale Präsenz stärken und den Vertrieb seiner Plattform NodeZero für autonome Penetrationstests und kontinuierliche Sicherheitsvalidierung ausbauen.

Die personelle Verstärkung erfolgt unmittelbar nach einer umfangreichen Finanzierungsrunde. Horizon3 hat in einer Series-E-Finanzierung 250 Millionen US-Dollar eingesammelt und dabei eine Unternehmensbewertung von mehr als zwei Milliarden US-Dollar erreicht.

Damit hat sich die Bewertung gegenüber der Series-D-Finanzierungsrunde, bei der das Unternehmen mit 650 Millionen US-Dollar bewertet wurde, innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht.

Das zusätzliche Kapital soll insbesondere in die internationale Expansion, die Weiterentwicklung der Technologie und den Ausbau des Partnergeschäfts fließen.

Nach eigenen Angaben zählt Horizon3 inzwischen mehr als 7.000 Kunden beziehungsweise Organisationen weltweit. Das Unternehmen berichtet zudem von einem Wachstum des jährlich wiederkehrenden Umsatzes (Annual Recurring Revenue, ARR) um 120 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Partnergeschäft als zentraler Wachstumstreiber

Neben dem direkten Marktausbau investiert Horizon3 verstärkt in sein internationales Partnernetzwerk. Dafür hat das Unternehmen kürzlich ein Investitionsprogramm über 20 Millionen US-Dollar angekündigt.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit Channel-Partnern auszubauen, bestehende Allianzen zu stärken und zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten zu erschließen.

Für Managed Security Service Provider (MSSPs), Systemintegratoren und andere IT-Dienstleister eröffnet die kontinuierliche Sicherheitsvalidierung zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. Statt punktueller Sicherheitsüberprüfungen können sie ihren Kunden wiederkehrende Dienstleistungen anbieten, mit denen sich Schwachstellen identifizieren, priorisieren und nach ihrer Behebung erneut überprüfen lassen. Gerade im DACH-Markt dürfte dieser Ansatz auf Interesse stoßen, da Unternehmen ihre Cyberresilienz zunehmend anhand überprüfbarer Ergebnisse nachweisen müssen.

KI gegen KI: Sicherheitsvalidierung wird zur Daueraufgabe

Für Oliver Keizers verändert der zunehmende Einsatz Künstlicher Intelligenz die Bedrohungslage grundlegend. Angreifer könnten immer schneller und automatisierter vorgehen, während die Komplexität moderner IT-Infrastrukturen weiter zunimmt.

„Die Zukunft der Cyberkriegsführung liegt im Kampf ‚KI gegen KI‘. Der Mensch spielt dabei nur noch eine untergeordnete Rolle“, erklärt Oliver Keizers, Country Manager DACH bei Horizon3. Unternehmen müssten deshalb in der Lage sein, ihre eigenen IT-Umgebungen kontinuierlich auf realistische Angriffsmöglichkeiten zu überprüfen. Entscheidend sei nicht allein, welche Schwachstellen vorhanden sind, sondern welche davon tatsächlich ausgenutzt werden können. Dieser Perspektivwechsel steht im Mittelpunkt des Ansatzes von Horizon3.

NodeZero überprüft reale Angriffspfade

Mit seiner KI-gestützten Plattform NodeZero verfolgt Horizon3 das Ziel, die tatsächliche Angreifbarkeit von IT-Infrastrukturen automatisiert zu überprüfen.

Die Plattform führt autonome Penetrationstests durch und untersucht, wie sich unterschiedliche Sicherheitslücken miteinander kombinieren lassen. Dazu gehören Fehlkonfigurationen, kompromittierbare Identitäten, schwache Zugangsdaten und unzureichend abgesicherte Berechtigungen.

Der Ansatz folgt dem Prinzip „Hack – Fix – Verify – Repeat“. Zunächst werden potenzielle Angriffspfade identifiziert und unter kontrollierten Bedingungen validiert. Anschließend erhalten Sicherheitsteams Hinweise zur Behebung der Schwachstellen. Weitere Tests sollen bestätigen, ob die ergriffenen Maßnahmen tatsächlich wirksam sind.

Darüber hinaus unterstützt NodeZero nach Herstellerangaben die gezielte Platzierung von Honeypots, um unerwünschte Aktivitäten und mögliche Angreiferbewegungen innerhalb der Infrastruktur frühzeitig erkennbar zu machen.

Horizon3 verweist auf mehr als 340.000 autonom durchgeführte Angriffstests als Grundlage für die Weiterentwicklung seiner Technologie.

Vom Schwachstellenmanagement zur nachweisbaren Sicherheit

Die Expansion von Horizon3 fällt in eine Phase, in der sich die Anforderungen an das Vulnerability Management deutlich verändern. Klassische Schwachstellenscanner liefern häufig umfangreiche Listen potenzieller Sicherheitsprobleme. Für die operative Priorisierung ist jedoch entscheidend, ob sich eine Schwachstelle unter den konkreten Bedingungen einer Unternehmensumgebung tatsächlich ausnutzen lässt.

Autonome Penetrationstests und kontinuierliche Sicherheitsvalidierung sollen diese Lücke schließen. Sie helfen dabei, theoretische Risiken von praktisch nachvollziehbaren Angriffsmöglichkeiten zu unterscheiden und Sicherheitsmaßnahmen gezielter einzusetzen.

Damit verschiebt sich der Fokus von der reinen Erkennung einzelner Schwachstellen hin zur systematischen Überprüfung der tatsächlichen Widerstandsfähigkeit einer IT-Infrastruktur.

DACH-Markt als strategischer Baustein der EMEA-Expansion

Mit dem Ausbau des deutschsprachigen Marktes verfolgt Horizon3 eine langfristige Wachstumsstrategie in Europa.

„Autonome Angriffstests, die Validierung von Angriffsszenarien und die Überprüfung von Angriffspfaden sind mittlerweile unverzichtbar“, betont Snehal Antani, CEO von Horizon3.

Unternehmen müssten verstehen, welche Möglichkeiten Angreifer innerhalb ihrer IT-Umgebungen tatsächlich hätten, um Sicherheitsinvestitionen gezielt auf die kritischsten Risiken auszurichten.

Für Horizon3 wird der DACH-Markt damit zu einem wichtigen Bestandteil seiner internationalen Expansion. Die Ernennung von Oliver Keizers unterstreicht zugleich die wachsende Bedeutung einer Cybersecurity-Strategie, bei der nicht mehr allein die Anzahl erkannter Schwachstellen zählt, sondern die nachweisbare Wirksamkeit der eigenen Sicherheitsmaßnahmen.