Pentesting & SIEM

Horizon3 und CrowdStrike verbinden Pentest-Ergebnisse mit SIEM-Telemetrie

, Crowdstrike, Horizon3 | Autor: Herbert Wieler

Horizon3 NodeZero integriert sich in CrowdStrike Falcon Next-Gen SIEM für bessere Risiko-Priorisierung

Pentesting liefert Erkenntnisse über ausnutzbare Schwachstellen – im Security Operations Center landen diese Informationen jedoch häufig getrennt von der operativen Telemetrie. Horizon3 will diese Lücke mit einer neuen Integration seiner NodeZero-Plattform in CrowdStrike Falcon Next-Gen SIEM schließen. Damit lassen sich validierte Angriffspfade und Expositionsdaten unmittelbar mit Endpunkt-, Identitäts- und Cloud-Signalen zusammenführen und für Untersuchungen priorisieren.

Validierte Angriffspfade treffen auf SOC-Telemetrie

Horizon3 hat eine neue Integration seiner autonomen Pentesting-Plattform NodeZero mit CrowdStrike Falcon Next-Gen SIEM angekündigt. Die Verbindung soll Sicherheitsteams ermöglichen, validierte Ergebnisse aus automatisierten Penetrationstests direkt in ihre bestehenden Analyse- und Reaktionsprozesse zu übernehmen.

Der Ansatz adressiert ein grundsätzliches Problem moderner Security Operations Center: Unternehmen verfügen über immer größere Mengen an Sicherheitsdaten, doch die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur, welche Schwachstellen vorhanden sind. Wichtiger wird, welche davon tatsächlich ausnutzbar sind und über welche Angriffspfade sich Angreifer innerhalb einer Umgebung bewegen könnten.

NodeZero soll genau diesen Kontext liefern. Die Plattform führt automatisierte Sicherheitsprüfungen durch und identifiziert dabei nach Angaben von Horizon3 reale Expositionspfade, Fehlkonfigurationen und ausnutzbare Schwachstellen.

Mehr Kontext für die Priorisierung

Durch die Integration können die von NodeZero ermittelten Ergebnisse mit weiteren Datenquellen innerhalb von Falcon Next-Gen SIEM korreliert werden. Dazu gehören unter anderem Telemetriedaten aus Endpunkten, Identitäten, Cloud-Infrastrukturen und weiteren Sicherheitssystemen.

Für SOC-Teams kann diese Verknüpfung die Priorisierung verändern. Statt Schwachstellen ausschließlich nach CVSS-Werten oder theoretischer Kritikalität zu bewerten, lässt sich zusätzlich berücksichtigen, ob eine Schwachstelle innerhalb der eigenen Infrastruktur tatsächlich für einen erfolgreichen Angriff genutzt werden kann.

Die Integration soll insbesondere drei Funktionen unterstützen: den Import validierter NodeZero-Ergebnisse in Falcon Next-Gen SIEM, die Korrelation von Expositionsdaten mit weiteren Sicherheitsinformationen sowie die Einbindung dieser Erkenntnisse in bestehende Untersuchungs- und Response-Workflows.

Von der Schwachstelle zum nachgewiesenen Risiko

Snehal Antani, Mitbegründer und CEO von Horizon3

Der strategische Mehrwert liegt damit vor allem in der Verbindung von offensiver Sicherheitsvalidierung und defensivem Security Monitoring. Automatisierte Pentests können zeigen, welche Angriffsmöglichkeiten praktisch bestehen. SIEM-Systeme wiederum liefern Informationen darüber, was innerhalb einer Umgebung tatsächlich geschieht.

Werden beide Perspektiven zusammengeführt, können Security-Teams potenziell schneller zwischen theoretischen Schwachstellen und unmittelbar relevanten Risiken unterscheiden.

„Durch die Kombination der offensiven Erkenntnisse von NodeZero mit CrowdStrike Falcon Next-Gen SIEM können Sicherheitsteams Abdeckungslücken rasch identifizieren, Richtlinien in Echtzeit anpassen und Korrekturen mit Zuversicht überprüfen“, erklärt Snehal Antani, CEO und Mitgründer von Horizon3 .

Auch CrowdStrike sieht vor allem die zusätzliche Kontextualisierung als Vorteil. Daniel Bernard, Chief Business Officer bei CrowdStrike, betont, dass Sicherheitsprozesse insbesondere dann effektiv seien, wenn Teams Informationen aus unterschiedlichen Teilen ihres Security-Ökosystems zusammenführen könnten.

Proaktive Validierung rückt näher an den SOC-Betrieb

Die Integration zeigt zugleich einen breiteren Trend im Cybersecurity-Markt: Pentesting, Exposure Management, SIEM und Security Operations wachsen zunehmend zusammen. Statt Sicherheitslücken isoliert zu erfassen, sollen Unternehmen nachvollziehen können, welche Schwachstellen miteinander kombiniert werden können und welche davon einen realistischen Weg zu kritischen Systemen eröffnen.

Damit verschiebt sich der Fokus vom reinen Finden von Schwachstellen hin zur kontinuierlichen Validierung tatsächlicher Angriffsflächen. Für SOC-Teams kann das bedeuten, weniger Zeit mit abstrakten Warnungen zu verbringen und Ressourcen stärker auf nachweislich ausnutzbare Risiken zu konzentrieren.

Die NodeZero-Integration für CrowdStrike Falcon Next-Gen SIEM ist nach Angaben von Horizon3 ab sofort über den CrowdStrike Marketplace verfügbar.