E-Mail Sicherheit: Spear Phishing

Geld stehlen, indem man danach fragt - Risiken minimieren

, München, Trustwave | Autor: Herbert Wieler

Trustwave warnt vor Fake-Rechnungen

Gefälschte Rechnungen, die per E-Mail verschickt werden, sind keine neue Betrugsmasche. In letzter Zeit hat der Sicherheitsspezialist Trustwave aber feststellen müssen, dass Cyberkriminelle wieder verstärkt gefälschte Rechnungen via E-Mail versenden. Besonders betroffen von dieser Betrugsmasche sind Unternehmen. Der Betrug läuft dabei immer nach demselben Muster ab:

Sobald die Cyberkriminellen über die Anmeldeinformationen für das E-Mail-Postfach verfügen, melden sie sich dort an. Danach richten sie eine Weiterleitung der Nachrichten ein und beginnen mit der Überwachung des E-Mail-Verkehrs. Wenn Sie eine E-Mail mit einer Anfrage nach einer Rechnung entdecken, wählen sie zwischen folgenden Vorgehensweisen: Entweder löschen sie die ursprüngliche Anfrage und ersetzen sie mit einer eigenen E-Mail oder die schicken der ursprünglichen E-Mail schnell eine weitere hinterher.

In beiden Fällen wurde die E-Mail-Adresse im Vergleich zum Original leicht abgeändert, so dass der Lieferant im Regelfall nichts davon merkt und die gewünschte Originalrechnung an die Angreifer sendet. Diese erstellen ein neues PDF im selben Layout und senden es an den Kunden. Die Rechnung, die ja bereits erwartet wurde, wird anstandslos gezahlt. Nur kommt das Geld niemals auf dem Konto des Lieferanten an, sondern auf den Konten der Cyberkriminellen.

Wie man das Risiko minimiert, Opfer einer gefälschten Rechnung zu werden: