Malware-Ranking

FakeUpdates und AsyncRAT setzen sich an die Spitze der Schadsoftware-Typen

, Check Point | Autor: Herbert Wieler

Bildungs- und Gesundheitssektor besonders betroffen

Check Point hat seinen Global Threat Index für Februar 2025 veröffentlicht. Die Analyse zeigt erneut deutliche Verschiebungen in der deutschen Bedrohungslandschaft. Während im Januar noch der Infostealer Formbook mit 16,5 Prozent dominierte, ist dieser nun komplett aus den Top 3 verschwunden. Stattdessen haben sich neue Bedrohungen an die Spitze gesetzt: FakeUpdates und AsyncRAT. Letzterer ist ein Remote Access Trojaner (RAT), der zunehmend Systeme kompromittiert – auch über Deutschlands Grenzen hinaus. Die am häufigsten verbreitete Malware in Deutschland war im Februar Androxgh0st, eine Python-basierte Schadsoftware, die Backdoor-Verbindungen herstellt und auch für das Mining von Kryptowährungen eingesetzt wird.

Sicherheitsanalysten von Check Point Research (CPR) haben festgestellt, dass AsyncRAT verstärkt in gezielten Kampagnen eingesetzt wird. Cyberkriminelle nutzen Plattformen wie TryCloudflare und Dropbox zur Verbreitung der Malware, indem sie Sicherheitsmaßnahmen umgehen und unbemerkt in Zielsysteme eindringen. Die Angriffe starten meist mit Phishing-E-Mails, die Dropbox-URLs enthalten, und setzen sich über einen mehrstufigen Infektionsprozess mit LNK-, JavaScript- und BAT-Dateien fort.

Maya Horowitz, VP of Research bei Check Point Software, warnt: „Cyberkriminelle nutzen zunehmend legitime Plattformen zur Verbreitung von Schadsoftware und umgehen so traditionelle Sicherheitsmaßnahmen. Unternehmen sollten daher proaktive Schutzmechanismen implementieren, um sich gegen diese wachsende Bedrohung zu wappnen.“

Die gefährlichste Malware in Deutschland (Februar 2025)

Die Pfeile zeigen die Veränderungen im Vergleich zum Vormonat.

Betroffene Branchen in Deutschland

Die gefährlichste mobile Malware

Die aktivsten Ransomware-Gruppen