Personalie

emproof beruft Marc Schieder zum CEO und schließt Finanzierungsrunde ab

, emproof | Autor: Herbert Wieler

Fokus liegt auf internationalem Wachstum

Zum 3. März 2026 verkündet das Bochumer Deep-Tech-Unternehmen gleich zwei Meilensteine: Marc Schieder übernimmt die Rolle des CEO, und eine europäische Finanzierungsrunde ist erfolgreich abgeschlossen. Für emproof ist das mehr als nur ein personelles Update – es ist der Startschuss für die nächste Wachstumsphase.

Marc Schieder, CEO, emproof

Schieder ist kein Unbekannter in der Tech-Szene. Als früherer Managing Director von DRACOON hat er bewiesen, wie man aus einer starken Technologie ein skalierbares Unternehmen formt. Genau das soll nun auch bei emproof passieren: Der Wandel vom forschungsgetriebenen Start-up zur internationalen Enterprise-SaaS-Organisation. Sein Antrieb ist klar formuliert:

Unternehmen investieren Jahre in Firmware und Algorithmen – und verlieren dieses Know-how oft in Minuten durch Reverse Engineering. emproof will genau das verhindern. Oder wie Schieder es auf den Punkt bringt: „Your genius. Preserved.“

Sicherheit dort, wo andere nicht hinkommen

Was emproof besonders macht? Der Schutz erfolgt direkt auf Binärebene – also dort, wo Software normalerweise nicht mehr angefasst wird. Das bedeutet:

Gerade für Unternehmen mit gewachsenen Systemlandschaften ist das ein entscheidender Vorteil. Denn viele Geräte im Feld – ob in der Industrie, Medizintechnik oder im Automotive-Bereich – laufen seit Jahren stabil, lassen sich aber nicht ohne Weiteres neu entwickeln. Zugleich wächst der regulatorische Druck. Vorgaben wie der Cyber Resilience Act oder die NIS2-Richtlinie verschärfen die Anforderungen an Cybersicherheit erheblich. Genau hier positioniert sich emproof als technologische Antwort.

Von Bochum in die Welt

Das Unternehmen ist tief in der europäischen Forschungslandschaft verwurzelt. emproof entstand aus dem Umfeld der Ruhr-Universität Bochum, des Max-Planck-Institut und des Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit – allesamt Schwergewichte im Bereich IT-Sicherheit. Heute ist emproof in drei strategischen Feldern aktiv:

  1. Zivile Märkte – Automotive, Industrie, Medizintechnik
  2. Legacy Device Protection – nachträgliche Absicherung bestehender Systeme
  3. Defence & Aerospace – unter anderem in EDF-geförderten Projekten mit Partnern wie Kongsberg und Rheinmetall

Starkes Investorenkonsortium aus Europa

Die aktuelle Finanzierungsrunde wird angeführt von Auriga Cyber Ventures. Neu an Bord ist Dutch SecFund. Bestehende Investoren wie der High-Tech Gründerfonds (HTGF) und TIN Capital haben ihr Engagement deutlich ausgebaut.

Das Kapital fließt gezielt in:

Für Lead-Investor Auriga ist die Richtung klar: Mit der Technologie und dem neuen CEO sieht man das Potenzial, emproof zu einem globalen Marktführer im Bereich Embedded Security zu entwickeln.

Geoffroy Rosset, Managing Partner Auriga Cyber Ventures erläutert: Unsere Entscheidung, erneut zu investieren und diese Finanzierungsrunde anzuführen, spiegelt unsere starke Überzeugung von der außergewöhnlichen Technologie und dem Team von emproof wider. Mit dem Einstieg von Marc Schieder als CEO beginnt ein neues Kapitel – mit dem Fokus darauf, das kommerzielle Wachstum zu beschleunigen und international zu skalieren. Wir sind stolz darauf, emproof auf dem Weg zum Aufbau eines globalen Marktführers im Bereich Embedded Security zu unterstützen.“

Fazit: Europäische Deep-Tech-Antwort auf ein globales Problem

In einer Zeit, in der Software immer stärker zur strategischen Kernressource wird, rückt der Schutz von Firmware und Algorithmen ins Zentrum unternehmerischer Sicherheit. emproof verbindet dabei wissenschaftliche Exzellenz mit kommerziellem Anspruch – und startet mit neuem CEO und starkem Investorenrückenwind in die internationale Skalierung. Bochum bleibt der Ursprung. Der Markt ist global.