Threat Report

Elastic veröffentlicht Global Threat Report 2023 – Ransomware weiter auf dem Vormarsch

, Elastic | Autor: Herbert Wieler

Elastic (NYSE: ESTC), das Unternehmen hinter Elasticsearch, hat den zweiten Elastic Global Threat Report von Elastic Security Labs veröffentlicht. Der Bericht basiert auf der Analyse von über 1 Milliarde Datenpunkten aus den letzten zwölf Monaten. Er zeigt, dass Ransomware weiter auf dem Vormarsch ist und sich immer weiter diversifiziert: Mehr als die Hälfte aller beobachteten Malware-Infektionen fand auf Linux-Systemen statt und Credential-Access-Verfahren bei Einbrüchen in Cloud-Systeme gehören inzwischen zum Standard.

Die Zunahme von Ransomware, COTS-Malware und Angriffen auf Cloud-Anbieter bringt neue Herausforderungen für Cybersicherheitsteams mit sich

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht

Trends bei Malware

Der Großteil der beobachteten Malware setzte sich aus einigen wenigen, weit verbreiteten Ransomware-Familien und sogenannten COTS-Tools (Commercial Off-the-Shelf) zusammen. Da immer mehr finanziell motivierte Threat Communities Malware-as-a-Service(MaaS)-Funktionen einsetzen oder sogar anbieten, sollten Unternehmen vorrangig in die Entwicklung von Security-Funktionen mit umfassender Sichtbarkeit von Low-Level-Verhaltensweisen investieren, um bisher unentdeckte Bedrohungen aufzudecken.

Trends beim Endpoint-Verhalten

Technisch besonders versierte Threat-Gruppen umgehen Sicherheitsmaßnahmen, indem sie sich auf Edge-Geräte, Appliances und andere Plattformen mit sehr geringer Sichtbarkeit zurückziehen. Der Bericht unterstreicht, dass es für Unternehmen noch nie so wichtig war wie heute, sich einen Überblick über die Manipulationssicherheit ihrer Endpoint-Security-Sensoren zu verschaffen und Monitoring-Projekte in Betracht zu ziehen. So können sie anfällige Gerätetreiber aufspüren, mit denen Sicherheitstechnologien außer Kraft gesetzt werden können. Organisationen mit großen Windows-Umgebungen sollten außerdem anfällige Gerätetreiber aufspüren, um diese grundlegenden Technologien zu deaktivieren.

Trends bei der Cloud-Security

Je mehr Unternehmen von der lokalen Bereitstellung auf hybride oder vollständig cloudbasierte Umgebungen umstellen, desto stärker werden Fehlkonfigurationen, lockere Zugriffskontrollen, ungesicherte Anmeldedaten und nicht funktionierende PoLP-Modellen (Principle of Least Privilege) ausgenutzt. Organisationen können das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich reduzieren, wenn sie die von ihren Cloud-Anbietern bereits unterstützten Security-Features implementieren und ihre Umgebung auf gängige Versuche des Credential-Missbrauchs überwachen.

„In Zeiten, in denen Angreifende sich immer mehr zu kriminellen Unternehmen entwickeln, die ihre Angriffsstrategien zu Geld machen, kennt die Bedrohungslandschaft von heute wirklich keine Grenzen mehr“, so Jake King, Head of Security Intelligence und Director of Engineering bei Elastic „Open Source, handelsübliche Malware und der Einsatz von KI haben die Einstiegshürde für Angreifende gesenkt. Aber wir beobachten auch den zunehmenden Einsatz von automatisierten Erkennungs- und Reaktionssystemen, mit denen das IT-Personal seine Infrastrukturen besser schützen kann. Das Ganze ist ein Katz-und-Maus-Spiel und unsere stärksten Waffen sind Wachsamkeit und kontinuierliches Investieren in neue Verteidigungstechnologien und -strategien.“

Über den Bericht

Im Elastic Global Threat Report 2023 werden Beobachtungen zusammengefasst und auf einige wenige Einzelkategorien heruntergebrochen. Er basiert auf Telemetriedaten von Elastic, öffentlichen Daten und Daten von Drittanbietern, die freiwillig zur Verfügung gestellt wurden, um Bedrohungen aufzuspüren. Für die Beobachtungen wurde mehr als 1 Milliarde Datenpunkte aus den letzten zwölf Monaten herangezogen. Sämtliche Informationen wurden gegebenenfalls sorgfältig bereinigt, um die Identität der beteiligten Personen zu schützen.