Digitalisierung

Digitale Transformation - die technologische Bringschuld meistern

, München/Wien/Zürich, Pure Storage | Autor: Herbert Wieler

Digitale Transformation im Zuge von Covid-19

Seit vielen Jahren stehen Unternehmen unter starkem Druck, sich digital zu transformieren. Ob es nun darum ging, sich an die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher anzupassen, die Vorteile der Cloud zu nutzen oder mit Hilfe von Software neue Einnahmequellen zu erschließen: Der Wandel war größtenteils eine Reaktion auf die Erwartung der Gesellschaft, „alles sofort“ zu haben, was sich wiederum auf die Erwartungen der Kunden an das Arbeitsleben ausgewirkt hat. Die fortwährende Pandemie hat diesen Wandel jedoch massiv verstärkt und beschleunigt.

„Letztes Jahr prognostizierte IDC , dass sich mehr als die Hälfte der Weltwirtschaft bis 2023 digitalisieren wird. Während die digitale Transformation zuvor für viele Unternehmen ein langsamer Prozess war, wurde sie sofort zu einer zwingenden Notwendigkeit, um zu überleben“, erklärt Güner Aksoy, Regional VP Germany & Austria bei Pure Storage. „Über Nacht sahen sich Unternehmen mit den Herausforderungen konfrontiert, die Nachfrage nach kontaktlosen Zahlungen zu befriedigen. Gesundheitsorganisationen mussten sich darum bemühen, zuverlässige, konforme telemedizinische Methoden zu gewährleisten. Kleine Unternehmen mussten ihr gesamtes Angebot umgestalten, um es für E-Commerce tauglich zu machen.“

Wie der CEO von Microsoft, Satya Nadella, treffend erklärte, bedeutete die Realität von Covid-19, dass Unternehmen gezwungen waren, eine digitale Transformation von zwei Jahren in nur zwei Monaten umzusetzen.

Wie wirkte sich also diese rasante Beschleunigung der digitalen Transformation auf die IT-Abteilung aus? Und wie können Unternehmen die damit verbundenen Risiken der schnellen Einführung von Technologien bewältigen? Pure Storage geht diesen zwei zentralen Fragen nach.

Technologische Altlasten treffen auf die Herausforderungen der Pandemie

Die Unmittelbarkeit, die durch die Pandemie hervorgerufen wurde, zeigte den Geschäftsführern, dass digitale Transformationsprojekte viel schneller durchgeführt werden können, als zuvor für möglich gehalten wurde. Viele IT-Abteilungen standen unter einem solchen Druck, Technologien zur Unterstützung des Geschäfts auf den Weg zu bringen, dass sie oft nicht die nötige Zeit hatten für ihre übliche Due Diligence, also angemessene Sorgfalt.

Dabei geht es um das Management der technologischen Bringschuld, die ein Unternehmen in Zukunft abarbeiten muss. Wenn dies ständig aufgeschoben wird, kann es Unternehmen daran hindern, wettbewerbsfähig zu sein. Diese Unternehmen wenden ihre Zeit nicht für Innovationen auf, sondern für die Bewältigung der in der Architektur verborgenen Herausforderungen, wie etwa mit der Modernisierung von Systemen, der Vereinfachung von Anwendungen und der Ausmusterung von Altdatenbanken. In einer kürzlich durchgeführten McKinsey-Umfrage berichteten CIOs, dass 10 bis 20 Prozent des Technologiebudgets, das für neue Produkte vorgesehen ist, für die Lösung von Problemen im Zusammenhang mit technologischen Altlasten abgezweigt wird.

Unter den Umständen von Covid-19 verschwinden jedoch die üblichen Herausforderungen, die digitale Transformationsprojekte normalerweise aufhalten, nicht einfach so. CIOs müssen sich immer noch mit einer alten Infrastruktur herumschlagen, die nicht für das moderne digitale Zeitalter ausgelegt ist, da sie die heute benötigten kritischen Datendienste oder Geschäftsmodelle nicht unterstützen kann. „Diese Altlasten erschweren auch die Konsolidierung, Migration, Skalierung oder den Zugriff auf Daten, was dazu führt, dass IT-Teams störende Enterprise-Storage-Refreshes durchführen müssen. Dies verursacht wiederum unvermeidbare Ausfallzeiten und Unannehmlichkeiten, die sich Unternehmen nicht leisten können“, berichtet Güner Aksoy von Pure Storage .

Die Herausforderungen werden durch den zusätzlichen Druck und die Ungewissheit, die durch die Pandemie verursacht werden, noch verstärkt. Dies bedeutet, dass IT-Abteilungen bei Aspekten wie der Governance Abstriche machen, was wiederum die technologische Bringschuld im späteren Verlauf des Innovationszyklus erhöht.

Wie umgeht man die Tech-Debt-Spirale?

Da der erste Schock der Pandemie wohl überwunden ist, müssen Unternehmen von der kurzfristigen Triage abrücken und eine Strategie entwickeln, die der digitalen Transformation Priorität einräumt und diese Tech-Schulden nachhaltiger verwaltet. Es gibt nach Meinung von Pure Storage fünf Hauptwege, auf denen Unternehmen dies tun können:

Während die Pandemie Unternehmen gelehrt hat, dass ein schneller Wandel in der Tat möglich ist, ist es jetzt noch wichtiger, den Fokus dieses Wandels auf die geschäftliche Agilität im Jahr 2021 zu legen. Eine Strategie des totalen Verlassens auf die neueste Software, um die technologische Bringschuld zu mindern, sollte ebenfalls vermieden werden, wie der jüngste „Sunburst“-Angriff auf die Supply-Chain von Solarwinds gezeigt hat. „Es muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass Technologie allein diese Probleme nicht lösen kann. Die Unternehmenskultur und die Prozesse müssen sich mit oder vor der Zeit entwickeln. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, das richtige Gleichgewicht zu finden, um schnell, aber so zu handeln, dass keine technischen Schulden entstehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gelöst werden müssen“, fasst Güner Aksoy abschließend zusammen.