Cyberwarfare

Deutsche Unternehmen unterschätzen die Bedrohung durch Cyberwarfare – Armis warnt vor steigenden Risiken

, Armis | Autor: Herbert Wieler

Proaktive Sicherheitsmaßnahmen sollten verstärkt werden

In einer Zeit wachsender geopolitischer Spannungen und rasanter technologischer Entwicklungen stehen deutsche Unternehmen vor einer unterschätzten Gefahr: Cyberwarfare durch Nationalstaaten. Das Unternehmen Armis warnt, dass viele Firmen ihre Sicherheitsmaßnahmen noch nicht ausreichend an die Realität angepasst haben.

Laut dem vierten jährlichen Cyberwarfare-Report von Armis Labs, A World Under Pressure: Cyberwarfare in an Age of AI-Fueled Escalation , zeigen die Daten ein alarmierendes Bild: 57 % der deutschen IT-Entscheider glauben, dass Nationalstaaten niemals ihr Unternehmen angreifen würden – der höchste Anteil unter allen befragten Ländern. Gleichzeitig haben bereits 41 % einen solchen Vorfall erlebt.

KI, Quantencomputing und eskalierende Bedrohungen

Peter Machat, Senior Director EMEA Central von Armis

Die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) und die Fortschritte im Quantencomputing verändern die Spielregeln der Cyberangriffe. Peter Machat, Senior Director EMEA Central bei Armis, erklärt: „KI-gestützte Cyberangriffe sind eine sehr reale Bedrohung. Sie erhöhen die Geschwindigkeit und Raffinesse von Angriffen, bieten aber auch Sicherheitsteams neue Verteidigungsinstrumente. Es ist entscheidend, dass deutsche Unternehmen jetzt in eine robuste, proaktive Cyberabwehr investieren.“ Die Mehrheit der deutschen IT-Entscheider (79 %) äußert Besorgnis über die Auswirkungen von Cyberwarfare. 74 % sind besonders alarmiert über den möglichen Einsatz von KI durch staatliche Akteure, und 56 % sehen ein wachsendes Risiko für Kollateralschäden an kritischer ziviler Infrastruktur.

Diskrepanz zwischen Vertrauen und Realität

Während 68 % der Befragten glauben, auf Angriffe vorbereitet zu sein, geben 44 % zu, dass sie bereits gehackt wurden, ohne ihr Ökosystem ausreichend schützen zu können. Gleichzeitig verzögern, pausieren oder stoppen 45 % der deutschen Unternehmen digitale Transformationsprojekte aus Angst vor Angriffen durch Nationalstaaten. Besorgniserregend ist auch, dass nur 58 % der deutschen Unternehmen ihre Abwehr gegen staatliche Cyberangriffe in den letzten drei Jahren gezielt gestärkt haben – der niedrigste Wert weltweit.

Nadir Izrael, CTO und Mitgründer von Armis, warnt : „Cyberwarfare ist längst zum Dauerzustand geworden. Angreifer operieren mit maschineller Geschwindigkeit, während viele Unternehmen noch auf veraltete Sicherheitsarchitekturen setzen. Führungskräfte müssen proaktive Sicherheitsmaßnahmen unverzüglich verbessern, bevor es zu spät ist.“

Zahlen, die aufhorchen lassen

Fazit: Handeln statt Hoffen

Die Daten machen deutlich: Cyberwarfare ist keine abstrakte Bedrohung, sondern Realität. Unternehmen in Deutschland müssen jetzt handeln, ihre Sicherheitsstrategien modernisieren und die Abwehr gegenüber staatlich geförderten Angriffen massiv stärken. Der vollständige Armis Cyberwarfare Report 2026 bietet eine detaillierte Aufschlüsselung nach Regionen und Branchen und liefert wertvolle Handlungsempfehlungen für IT-Entscheider.