Bedrogungsanalyse

Cyber-Bedrohungen 2025: KI-Angriffe, Quanten-Risiken und Deepfakes dominieren

, Check Point | Autor: Herbert Wieler

Check Point prognostiziert mehr Angriffe per KI, Quantenbedrohungen und Deepfakes

Check Point Software Technologies prognostiziert für 2025 eine zunehmende Bedrohungslage durch den verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) und Quantencomputern sowie durch Deepfake-Technologien. Das Unternehmen, bekannt für seine Cloud-basierte Cybersicherheitsplattform, sieht insbesondere die folgenden Trends und Herausforderungen auf Unternehmen zukommen:

1. Anstieg KI-gestützter Angriffe

KI wird zunehmend als Werkzeug für Cyberkriminelle genutzt. Durch personalisierte Phishing-Angriffe und Malware, die sich in Echtzeit anpasst, können auch weniger technisch versierte Gruppen umfangreiche Attacken starten. Dies führt zur „Demokratisierung“ des Cybercrime.

2. Ransomware-Angriffe auf Lieferketten

Ransomware wird gezielt auf Lieferketten ausgeweitet. Angreifer setzen auf KI-gesteuerte Phishing-E-Mails und Deepfakes, um ihre Angriffe effektiver zu gestalten und Schutzmaßnahmen zu umgehen.

3. Risiko durch KI-gestützte Datenlecks

Da KI-Tools wie ChatGPT stärker in Unternehmensprozesse integriert werden, steigt die Gefahr versehentlicher Datenlecks. Unternehmen müssen Richtlinien für den Umgang mit KI erstellen, um den Datenschutz sicherzustellen.

4. Quantencomputer bedrohen bestehende Verschlüsselungen

Der Fortschritt in der Quantencomputing-Technologie stellt eine potenzielle Gefahr für Verschlüsselungsmethoden dar, insbesondere in sensiblen Bereichen wie dem Finanz- und Gesundheitswesen. Organisationen müssen sich frühzeitig auf quantensichere Verschlüsselungen vorbereiten.

5. Deepfakes und soziale Medien als Angriffsvektoren

Deepfake-Technologien werden präziser und eröffnen neue Möglichkeiten für Betrug und Identitätsdiebstahl, insbesondere in sozialen Medien. KI-gestützte Abwehrmaßnahmen in Echtzeit werden zunehmend unverzichtbar.

6. Einsatz von KI-gesteuerten SOC-Co-Piloten

Sicherheitsoperationen (SOC) setzen vermehrt KI-basierte Co-Piloten ein, um Datenfluten zu analysieren und Bedrohungen zu priorisieren, was die Reaktionszeiten verkürzt und die Arbeit der Sicherheitsteams effizienter gestaltet.

7. Rollen von CIO und CISO verschmelzen

Die zunehmende KI-Nutzung und die Einführung von Hybrid-Cloud-Umgebungen führen dazu, dass die Rollen von CIO und CISO näher zusammenwachsen, um Cybersicherheit und IT-Management stärker zu verknüpfen.

8. Verstärkter Einsatz von Cloud-Sicherheitsplattformen

Mehr Unternehmen setzen auf Cloud-Sicherheitsplattformen, die mit KI automatisierte Bedrohungsabwehr ermöglichen und die Sicherheitsstrategie auf Prävention statt Reaktion umstellen.

9. IoT-Absicherung wird zur Priorität

Mit der erwarteten Zunahme auf 32 Milliarden IoT-Geräte weltweit wird deren Absicherung essenziell, da Cyberkriminelle diese als Zugangspunkte in Netzwerke missbrauchen könnten. Hier wird die Zero-Trust-Architektur als wichtige Maßnahme gesehen.

Laut Check Point’s CTO Dr. Dorit Dor wird KI im Jahr 2025 sowohl Angreifer als auch Verteidiger unterstützen. Die stetig wachsende Bedrohung durch Phishing- und Deepfake-Kampagnen sowie die Ausweitung von Cyberkonflikten auf soziale Plattformen erfordern, dass Unternehmen ihre Cybersicherheitsstrategien weiterentwickeln und verstärkt auf Prävention setzen, um zukunftssicher zu bleiben.