Mobile Security

Check Point warnt vor KI-generierten Bedrohungen auf mobilen Geräten

, Check Point | Autor: Herbert Wieler

Verseuchte Apps, gefälschte KI-Websites, Fake-Proxy-Server und Phishing

Tools der generativen Künstlichen Intelligenz (KI), wie ChatGPT und Google Bard, erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit. Sie ermöglichen ihren Nutzern, die Effizienz und Produktivität bei der täglichen Arbeit zu steigern. Diese vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten sind jedoch Fluch und Segen zugleich, können sie doch von Hackern auch für Cyber-Angriffe missbraucht werden. Kurz nach ihrer Einführung wurden generative KI-Tools bereits in Windeseile zur Erstellung von Schadprogrammen verwendet. Viele davon tauchten in den offiziellen App-Stores auf. Außerdem wurde generative KI sowohl für die Erstellung von betrügerischen E-Mails und Nachrichten als auch für KI-gestützte Phishing-Kampagnen und Deepfakes auf YouTube missbraucht.

Die Chance, einem Cyber-Angriff zum Opfer zu fallen, ist bei mobilen Endgeräten höher als bei stationären.

Leider haben die Anbieter generativer KI-Bots diese Probleme nicht im Griff. In einem kürzlich veröffentlichten Bericht stellte das Check Point Research Team fest, dass Bard (Googles generatives KI-Tool) bei der Erstellung von Phishing-E-Mails fast keine Beschränkungen auferlegt und dass es mit minimalen Manipulationen zur Entwicklung von Keyloggern für Malware verwendet werden kann. Aus diesen Gründen haben einige Unternehmen die Verwendung von KI-Tools auf Unternehmensgeräten oder in -netzwerken bereits verboten. Andere Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Zugang zu generativen KI-Tools gestatten, sind Opfer von Datenlecks geworden. Solange es keine geeigneten Maßnahmen gibt, um sensible Daten vor dem Durchsickern und interne Informationen vor dem Diebstahl zu schützen, sollten Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien daher besonders sorgfältig durchsetzen.

Mobile Geräte bilden hier keine Ausnahme. Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit sogar größer, dass Handy-Benutzer eine bösartige Anwendung herunterladen oder Phishing-Versuchen zum Opfer fallen, als Desktop-Anwender. Die Anzahl der Gefahrenquellen ist dabei alles andere als gering. Check Point listet einige der wichtigsten auf:

Wie schützt man mobile Geräte vor KI-Bedrohungen?

Wer die Möglichkeiten von KI nutzen will, muss auch ihre Gefahren kennen und vorsorgen. Unternehmen wie auch Endverbraucher sind gut beraten, wenn sie sich über die Vorgehensweisen von Hackern informieren, die sich KI zu Nutze machen. Ergänzend dazu sind präventiv ausgerichtete Handy-Sicherheitslösungen vor dem Hintergrund von mittlerweile täuschend echten Phishing-Versuchen unumgänglich, um zu verhindern, dass Menschen überhaupt erst dem Risiko unterworfen sind, von diesen getäuscht zu werden.