Cyberwarfare

Armis-Studie offenbart Sorge über vermehrt gezielte Cyberangriffe

, Armis | Autor: Herbert Wieler

Potentielle Angriffe auf deutsche Institutionen vor EU-Wahl

Eine Studie von Armis, dem Unternehmen für Asset Intelligence und Cyber Security, hat ergeben, dass mehr als die Hälfte (57 %) der deutschen Unternehmen über die potenziellen Auswirkungen von Cyberangriffen besorgt sind. 46 Prozent halten die Bedrohung für „unmittelbar bevorstehend" und ebenso viele haben den Behörden bereits Vorfälle gemeldet. Trotz dieser Ergebnisse und der rekordverdächtigen Bedrohungslage im Bereich der Cybersicherheit gibt jedoch mehr als ein Viertel (27 %) zu, dass sie noch immer keinen Notfallplan für den Fall haben, dass ein Cyberangriff in ihrem Netzwerk entdeckt wird.

Fast die Hälfte der IT-Experten in deutschen Unternehmen hält die Bedrohung durch Cyberkriegsführung (Cyberwarfare) für unmittelbar bevorstehend, doch viele sind nicht ausreichend darauf vorbereitet

Peter Machat, Senior Director EMEA Central von Armis

IT-Führungskräfte Bedenken hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung von Wahlen geäußert haben: 35 Prozent der deutschen IT-Fachleute glauben, dass ein Cyberkrieg die Integrität einer Wahl beeinträchtigen könnte. Dieses Ergebnis ist vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden EU-Parlamentswahlen im Juni von Bedeutung.

„Es ist zwingend erforderlich, die Schwachstellen in der Cybersicherheit deutscher Unternehmen und Behörden umgehend zu beheben, da die Bedrohung durch Cyberkriegsführung größer denn je ist und sich die Frage von ‚ob‘ auf ‚wann‘ verschiebt“, sagt Peter Machat, Senior Director, Central EMEA bei Armis. „Gesetzgebungen wie der Cyber Resiliency Act, die NIS2 Directive und der Digital Operational Resilience Act (DORA) sind zwar Schritte in die richtige Richtung, aber sie sind nur der Anfang. Deutsche Unternehmen müssen ihre Verteidigung stärken und eine Kultur des Bewusstseins für Cybersicherheit und der Bereitschaft für den Einsatz von KI-basierten Lösungen entwickeln, um Angriffe wirksam abwehren zu können.“

Weitere wichtige Ergebnisse des Armis Cyberwarfare Reports 2024: „The Invisible Front Line: AI-Powered Cyber Threats Illuminate the Dark Side “ sind:

Geopolitische Spannungen nehmen zu, während das Vertrauen in die deutsche Regierung schwindet

Deutsche Führungskräfte haben oft ein trügerisches Vertrauen in die Cybersicherheitsvorbereitungen ihres Unternehmens

Cyberwarfare bedroht Deutschlands Innovationsboom

Nadir Izrael, CTO und Mitbegründer von Armis

„Wir müssen uns der Realität stellen: Wir befinden uns in einem Cyber-Wettrüsten mit unseren Gegnern, und die Gesellschaft, wie wir sie kennen, steht auf dem Spiel“, erklärt Nadir Izrael, CTO und Mitbegründer von Armis. „Sich auf überholte Technologien und manuelle Sicherheitsmaßnahmen zu verlassen, ist angesichts der Gefahren, denen wir gegenüberstehen, und der umfangreichen Mittel staatlicher Akteure so, als würde man zu einer Schießerei nur mit einem Messer erscheinen. Es ist äußerst wichtig, dass Sicherheitsbeauftragte mit gleichwertigen Mitteln reagieren, indem sie auf KI-basierte Lösungen setzen. Diese bieten wertvolle Einsichten, noch bevor eine Schwachstelle öffentlich wird, bevor ein Angriff stattfindet und bevor das eigene Unternehmen betroffen ist. Ein frühzeitiger Alarm bedeutet, besser vorbereitet zu sein.“

Armis Centrix™ for Actionable Threat Intelligence ist ein KI-basiertes Frühwarnsystem, welches das Dark Web, dynamische Honeypots und menschliche Aufklärung (Human Intelligence: HUMINT) nutzt, um Bedrohungen vorherzusehen, ihre potenziellen Auswirkungen zu verstehen und präventive Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu neutralisieren. Dies führt zu einer Verschiebung der Sicherheitsstrategie von einer defensiven zu einer offensiven Ausrichtung.