"America first – Datenschutz last?

Ein Statement von Malte Pollmann, CEO des IT-Sicherheitsspezialisten Utimaco

Die ‚America First‘-Politik von Präsident Trump scheint es auf viele Errungenschaften der transatlantischen Partnerschaft abgesehen zu haben. Eine, die ich mit großer Sorge betrachte, ist der Datenschutz. Denn nach der Executive Order zur ‚Verbesserung der öffentlichen Sicherheit‚ soll der bisherige Schutz von personenbezogenen Daten  für Bürgern außerhalb der USA weitgehend ausgehebelt werden. Das bedeutet: Die Sicherheit von ‚ausländischen‘ Daten könnte langfristig auf der Strecke bleiben. Was die Regierung Trump als Verbesserung der öffentlichen Sicherheit auslegt, steht in direktem Gegensatz zu dem im Privacy Shield geforderten angemessenen Datenschutzniveau – und damit auch in direktem Gegensatz zu unseren europäischen Wertvorstellungen.

Die gute Nachricht: Unternehmen sind dem neuen US-Credo nicht schutzlos ausgeliefert. Das Gebot der Stunde lautet konsequente Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gepaart mit einem Hardware-basierten Schlüsselmanagement via Smartcards, Token oder Hardware-Sicherheitsmodulen an der Infrastrukturbasis. Um Lösungen mit Hintertüren auszuschließen, gilt bei der Produktwahl allerdings ‚America last‘.“
 

Malte Pollmann, CEO des IT-Sicherheitsspezialisten Utimaco

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