PKI

5 Säulen für eine umfassende Sicherheit für Industrie-4.0-Umgebungen

, München, PrimeKey | Autor: Andreas Philipp

Zum Schutz vor Datenklau und Manipulation erfüllt eine Public Key Infrastructure souverän die nötigen fünf Kriterien

Lösungen für Smart Manufacturing und Industrie 4.0 werden dieses Jahr weltweit rund 87 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften, sagt das Hamburger Markforschungshaus IoT Analytics voraus . 2023 sollen es 310 Milliarden US-Dollar sein. Den Trend bedienen Bosch, GE, IBM, Siemens (mit MindSphere) oder PTC bereits. Auf ihren IIoT (Industrial Internet of Things)-Cloud-Plattformen laufen Apps, die Firmen als Service buchen.

Allerdings schafft die Vernetzung von Sensoren, Maschinen und Fahrzeugen unzählige Angriffsflächen für Cyberkriminelle. Mit Public Key Infrastructure (PKI) steht die nötige wie etablierte Security-Technoligie bereit – dennoch halten sich Sicherheitsbedenken gegenüber dem IIoT. Warum diese Skepsis unbegründet ist, erklärt Andreas Philipp, Business Development Manager bei PrimeKey . Der Sicherheitsexperte zeigt, wie eine PKI funktioniert und welche Kriterien sie erfüllen muss.

Andreas Philipp, Business Development Manager bei PrimeKey (Bild: PrimeKey)

Cyberkriminelle schleusen ein Device in eine IIoT (Industrial Internet of Things)-Infrastruktur ein. Das Gerät gibt vor, Teil des IIoT-Netzes zu sein. In diesem kommunizieren die Maschinen und Anlagen der Fertigungsstraße unverschlüsselt über WLAN. Über das eingeschleuste Gerät lassen sich Daten abgreifen, Apps und Firmware manipulieren oder die Produktion stören.

Dieses Gedankenspiel greift die reale Bedrohung auf. So veröffentlichte das Industrial Control Systems Cyber Emergency Response Team (ICS-CERT) 2018 mehr als 190 Advisories als Reaktion auf Schwachstellen, die in ICSs (Industrial Control Systems) entdeckt wurden. Daneben gefährdet Produkt- und Markenpiraterie das Geschäft vieler Unternehmen. Die Vernetzung macht angreifbarer als zuvor, weshalb Sicherheitsbedenken gegenüber dem IIoT und IoT nachvollziehbar sind. Laut einer Studie des Beratungshauses Bain & Company sehen rund 45 Prozent der Unternehmen in Sicherheitsbedenken den größten Hemmfaktor, wenn es um die Umsetzung von IoT-Projekten geht.

Die fünf wichtigsten Sicherheitsanforderungen an eine PKI im Industrieumfeld

Jede Applikation muss letztendlich in einer vernetzen Umgebung sicher Daten austauschen, wofür mit einer Public Key Infrastructure (PKI) die nötige Sicherheitstechnologie bereitsteht. Eine PKI erfüllt exakt den Sicherheitsbedarf von Industrie- und Fertigungsfirmen, denn sie schafft eine Vertrauensbasis in IoT- und Industrial-IoT-Umgebungen, die auf fünf Säulen basiert:

Es ist sinnvoll, eine PKI durch eine SEE zu ergänzen, da dieses x86-Serversystem alle Apps physikalisch und logisch vor Angreifern und unbefugtem Zugriff schützt. Einen weiteren Sicherheitsgewinn erzielt, wer seine PKI für eine IIoT-Umgebung mit Code Signing kombiniert. Diese Technologie versieht das Zertifikat, das die PKI bereitstellt, mit einer elektronischen Signatur.

Wertschöpfung umstellen und absichern

Mit der sogenannten Appifizierung verbinden Unternehmen zurecht Geschäftspotenzial und Wettbewerbsfähigkeit. Je mehr von ihnen ihre Geschäftsmodelle auf As-a-Service-Angebote und das dafür nötige Vertrauen ausrichten, desto kritischer werden sich erfolgreiche Cyberangriffe auswirken. Es steht nicht mehr nur die Reputation auf dem Spiel, sondern die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens. Diese Gefahr sollte aber nicht von Vernetzung und Industrie-4.0-Initiativen abhalten. Denn für den nötigen sicheren Datenaustausch stehen mit PKI, SEE und Code Signing die passenden Lösungen zur Verfügung.